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Wie du Bilder in KI-Videos verwandelst (Schritt für Schritt)

Lerne Schritt für Schritt, wie du mit Runway aus Fotos kurze KI-Videos erstellst. Neu getestet mit der aktuellen Runway-Oberfläche im Juli 2026.

FHFinn Hillebrandt
KI-Anwendung
Wie du Bilder in KI-Videos verwandelst (Schritt für Schritt)
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Ein statisches Bild, das sich plötzlich bewegt. Die Haare wehen, das Wasser fließt, die Wolken ziehen vorbei.

Klingt nach Hollywood-VFX? Ist es aber nicht. Das kann mittlerweile jeder mit ein paar Klicks.

Ich habe für diesen Artikel mehrere KI-Videogeneratoren getestet und verglichen. Runway hat mich dabei am meisten überzeugt. Für dieses Update habe ich den kompletten Ablauf im Juli 2026 mit der aktuellen Runway-Oberfläche neu durchgespielt.

In diesem Artikel zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du mit Runway Bilder in KI-generierte Videos verwandelst.

TL;DRDas Wichtigste in Kürze
  • Runway verwandelt Bilder in wenigen Minuten in kurze KI-Videos: Bild hochladen, Bewegung als Text beschreiben, generieren. Im Test kostete ein 5-Sekunden-Clip mit Gen-4 Turbo 25 Credits
  • Kostenlose Alternativen 2026: Pika 2.5 (80 Credits/Monat), Kling AI (rund 2 Clips/Tag) und Stable Video Diffusion (lokal)
  • Beste Ergebnisse mit hochauflösenden, quadratischen Bildern (1024x1024+) und subtilen Animationen wie Haarbewegungen

1. Anmeldung & Preise

Bevor es bei Runway losgeht, musst du dir einen Account anlegen. Das geht entweder per Eingabe deiner E-Mail-Adresse oder mithilfe eines Google-, Apple- oder Facebook-Accounts.

Dank des „Free Forever“-Tarifs kannst du Runway auch direkt testen und nutzen, ohne dich um jegliche Zahlungsabwicklung zu kümmern.

Der Free-Tarif ist tatsächlich kostenlos und startet mit einem einmaligen Credit-Kontingent. Zur Einordnung aus meinem Neu-Test: Ein 5-Sekunden-Clip mit Gen-4 Turbo kostet 25 Credits.

Du kannst die Videos allerdings nicht editieren und sie werden mit einem Wasserzeichen versehen. Wenn du mehr willst, solltest du in den Standard-Plan wechseln.

Der Standard-Plan liegt bei 12 $ pro Monat bei jährlicher Zahlweise und 625 Credits pro Monat, was ursprünglich 125 Sekunden für Gen-2, 44 Sekunden für Gen-1 oder 125 Bildgenerationen entsprach. Zusätzlich werden die Wasserzeichen entfernt, du kannst Videos bis zu einer 4K-Auflösung exportieren, sowie deinen eigenen „AI-Generator“ trainieren. Runway hat seitdem mit Gen-3 Alpha (Mitte 2024), Gen-4 (2025) und zuletzt Gen-4.5 (Ende 2025) neue, deutlich leistungsfähigere Modelle veröffentlicht. Für die aktuellen Preise und Credit-Kontingente schaust du am besten direkt auf der Runway-Website nach.

Die Popularität von Runway zeigt sich auch in den Zahlen: Nach 90 Millionen USD Jahresumsatz Mitte 2025 wurde das Unternehmen im Februar 2026 in einer Serie-E-Runde mit 5,3 Milliarden USD bewertet. Der Wettbewerb in diesem Bereich ist seitdem noch härter geworden, unter anderem durch neue Runway-Generationen wie Gen-4.5.

2. Video erstellen

Sobald du dich eingeloggt hast, landest du im neuen Apps-Hub („What do you want to create?“). Runway hat die Oberfläche komplett umgebaut: Statt einzelner Editoren gibt es jetzt Starter-Kits, Tool-Apps und eine Modellauswahl.

Für die Bild-zu-Video-Umwandlung klickst du auf den Tab „Video“ und wählst ein Modell. Im Basis-Tarif steht dir Gen-4 Turbo zur Verfügung, die neueren Modelle Gen-4.5 und Aleph 2.0 sind den Bezahl-Tarifen vorbehalten. Bemerkenswert: Runway bündelt inzwischen auch Fremdmodelle wie Kling 3.0, Seedance 2.0 oder Googles Nano Banana 2 unter derselben Oberfläche.

Im Editor brauchst du als Erstes einen Startframe („First Video Frame“). Dafür hast du drei Wege: ein eigenes Bild hochladen, eines aus deiner Asset-Bibliothek wählen oder den Startframe direkt in Runway per Text-Prompt generieren lassen. Der frühere Umweg über ein separates Text-to-Image-Tool ist damit eingebaut.

Für mein Beispiel habe ich eine Comic-Superhelden-Kuh aus meiner Asset-Bibliothek gewählt. Runway passt das Seitenverhältnis automatisch an das Bild an (in meinem Fall 9:16).

Die Bewegung steuerst du anschließend über einen optionalen Text-Prompt („Describe your shot“). Ich habe zum Beispiel eingegeben: „the superhero cow waves at the camera and laughs, slow zoom in“.

Danach klickst du unten rechts auf „Generate“. In meinem Test kostete der 5-Sekunden-Clip 25 Credits und war nach zwei bis drei Minuten fertig.

Runway Gen-4 Turbo Ergebnis: animierte Superhelden-Kuh als Standbild

3. Video exportieren, veröffentlichen und teilen

Sobald die Animation stimmig für dich ist, exportiere das Video in deinem bevorzugten Format. Runway bietet verschiedene Exportoptionen für unterschiedliche Bedürfnisse an.

Direkt am fertigen Clip bietet Runway übrigens einen 4K-Upscale-Button sowie die Option, das Endbild als Startframe für den nächsten Clip zu übernehmen („Use frame“). So lassen sich längere Sequenzen bauen.

Hier ist das Ergebnis meines Neu-Tests, die animierte Superhelden-Kuh (5 Sekunden, Gen-4 Turbo):

4. Tipps für optimale Ergebnisse

In meinem Test waren die Ergebnisse bei der Bild-zu-Video-Umwandlung anfangs oft nicht gut. Der Grund dafür ist meist, dass die Bewegungen unnatürlich aussehen und nicht „zusammenpassen“.

Um das zu vermeiden, ist es wichtig, bei der Erstellung von Ebene zu Ebene vorzugehen.

Stelle dir dein Video in „Ebenen“ vor, wobei jede eine unterschiedliche Tiefe/Entfernung repräsentiert. Objekte, die näher sind, befinden sich in den vorderen Ebenen, und Objekte, die weiter entfernt sind, in den hinteren Ebenen.

Das ist wichtig zu verstehen.

Nähere Objekte bewegen sich für das menschliche Auge schneller als weiter entfernte (dieses Konzept nennt sich „Bewegungsparallaxe“).

Beschreibe das in deinem Prompt explizit: Nenne zuerst die Bewegung im Vordergrund (schneller) und dann die im Hintergrund (langsamer), z. B. „the reeds in the foreground sway quickly, the clouds in the background drift slowly“.

Halte die Bewegungen insgesamt subtil. Je mehr gleichzeitig passieren soll, desto eher fängt das Modell an, Details zu verzerren.

Häufig gestellte Fragen zur Bild-zu-Video-Umwandlung

FH

Finn Hillebrandt

KI-Experte & Blogger

Finn Hillebrandt ist der Gründer von Gradually AI, SEO- und KI-Experte. Er hilft Online-Unternehmern, ihre Prozesse und ihr Marketing mit KI zu vereinfachen und zu automatisieren. Finn teilt sein Wissen hier auf dem Blog in 50+ Fachartikeln sowie über seinen ChatGPT-Kurs und den KI Business Club.

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