Die bekanntesten Listen mit OpenRouter-Alternativen haben einen Haken.
Geschrieben haben sie Anbieter, die ihr eigenes Produkt gleich mitempfehlen. EUrouter, Opper und Cortecs kommen darin gar nicht vor.
Dabei suchst du vielleicht genau so etwas.
Du nutzt OpenRouter in n8n, in Claude Code oder in einem eigenen Tool. Dich stören die 5,5 % Gebühr auf jedes Guthaben und in deinen Prompts landen Kundendaten.
Und seit Stripe die Übernahme angekündigt hat, fragst du dich, wie es weitergeht.
Ich ziehe auf gradually.ai jeden Tag die Endpunktpreise von OpenRouter in meinen LLM-Preisindex. Für diesen Vergleich habe ich mir zusätzlich die Preisseiten, Datenschutzverträge und Dokumentationen von 18 Anbietern vorgenommen.
Hier erfährst du, welche der 18 Alternativen zu OpenRouter zu deinem Grund für den Wechsel passt. Du siehst, welche davon deine Anfragen in der EU verarbeiten. Und ich rechne dir vor, was sie dich an Gebühren kosten.
Eins vorweg, damit du nicht umsonst wechselst.
Für die DSGVO musst du OpenRouter nicht zwingend verlassen.
- Für EU-Verarbeitung ohne eigene Einstellungen ist EUrouter die einfachste der 18 Alternativen, bei der Gebühr sind Opper mit 3 % und Cortecs mit 5 % günstiger.
- Die Prozentwerte lassen sich nicht direkt vergleichen, denn OpenRouter nimmt 5,5 % beim Guthabenkauf, EUrouter dagegen 3 bis 15 % auf die Tokenkosten plus 0 bis 99 € im Monat.
- OpenRouter selbst leitet Anfragen im Business-Tarif über die EU-Adresse nur an Anbieter in der EU, nimmt dafür aber 8 % statt 5,5 % Gebühr.
Welche OpenRouter-Alternative passt zu dir?
Die kurze Antwort hängt an einer einzigen Frage:
Was stört dich an OpenRouter?
Je nachdem, was du darauf antwortest, landest du bei einem anderen Anbieter:
- Deine Anfragen sollen in der EU bleiben, ohne dass du etwas einstellst: EUrouter, denn einen anderen Modus gibt es dort nicht.
- EU-Router mit kleiner Gebühr: Opper mit 3 % auf Guthaben oder Cortecs mit 5 % Servicegebühr. Beide Firmen sitzen in der EU und veröffentlichen ihren Datenschutzvertrag.
- Volle Kontrolle über den Router: LiteLLM, die Open-Source-Software betreibst du selbst.
- Ein Gateway ohne Aufschlag auf Token: das AI Gateway von Vercel.
- Open-Source-Modelle bei deutschen Cloud-Anbietern: IONOS oder STACKIT, beide mit Preisen in Euro.
- Modelle von Mistral in der EU: nur über den eigenen EU-Endpunkt von Mistral, der 10 % mehr kostet.
- Dir ist die Gebühr egal und in deinen Prompts stehen keine personenbezogenen Daten: Dann bleib bei OpenRouter.
Ich würde mich dabei nicht nach dem bekanntesten Namen richten. Lies lieber gezielt die zwei oder drei Abschnitte, die zu deinem Grund passen.
Wie weit die Anbieter bei Gebühr, Sitz und Modellzahl auseinanderliegen, siehst du allerdings erst nebeneinander.
Alle 18 Alternativen im Vergleich
Auf den ersten Blick liegen fast alle Gebühren zwischen 3 und 15 %.
Das Kleingedruckte erzählt eine andere Geschichte.
Die Prozente messen nämlich drei verschiedene Dinge. OpenRouter, Opper und Eden AI nehmen ihre Gebühr beim Kauf von Guthaben. EUrouter und Requesty schlagen ihren Anteil auf die Tokenkosten auf.
Bei EUrouter kommt in zwei Tarifen noch eine Monatsgebühr dazu. Bei Cortecs widersprechen sich Start- und Preisseite sogar, ob die 5 % beim Aufladen oder auf die Tokenkosten fällig werden. Vercel nimmt laut Preisseite gar keinen Aufschlag.
Was das in Euro bedeutet, rechne ich dir weiter unten durch. Für den schnellen Überblick reicht die Tabelle. Du kannst nach jeder Spalte sortieren, und wo ein Anbieter nichts angibt, steht „k. A.“ in der Zelle.
| Router | k. A. | Teilweise | Ja | 5,5 % (Business 8 %) | 500+ | Ja | |
| Router | Amsterdam, NL | Ja | Ja | 3 bis 15 % plus Abo | 142 | Ja | |
| Router | Wien, AT | k. A. | Ja | 5 % | 150+ | k. A. | |
| Router | Schweden | Teilweise | Ja | 3 % (Control Plane 5,5 %) | 700+ | Ja | |
| Router | London, GB | Teilweise | Nein | 5 % | 600+ | Ja | |
| Router | Villeurbanne, FR | Teilweise | Ja | 5,5 % | 500+ (global) | k. A. | |
| Router | München, DE | k. A. | Ja | 3,5 bis 7,5 % plus Abo | Katalog nach Login | Ja | |
| Gateway | k. A. | k. A. | k. A. | Kein Aufschlag | 100+ | Ja | |
| Gateway | Covina, US | Teilweise | k. A. | Kein Aufschlag | k. A. | Ja | |
| Gateway | San Francisco, US | k. A. | k. A. | 0 %, mit Unified Billing 5 % | k. A. | Ja | |
| Gateway | San Francisco, US | k. A. | k. A. | k. A. | 1.600+ | Ja | |
| Router | k. A. | k. A. | Nein | Kein Aufschlag, Ausnahmen 5 % | k. A. | k. A. | |
| Modellanbieter | San Francisco, US | Nein | k. A. | Nur Tokenpreis | 200+ | k. A. | |
| Modellanbieter | Paris, FR | Teilweise | Ja | Nur Tokenpreis, EU-Endpunkt +10 % | Nur eigene Modelle | k. A. | |
| Modellanbieter | Montabaur, DE | Ja | k. A. | Nur Tokenpreis | Nur Open-Source-Modelle | k. A. | |
| Modellanbieter | Bad Friedrichshall, DE | Ja | k. A. | Nur Tokenpreis | k. A. | Ja | |
| Modellanbieter | Paris, FR | Ja | k. A. | Nur Tokenpreis | k. A. | Ja | |
| Modellanbieter | USA | Teilweise | k. A. | Nur Tokenpreis | k. A. | k. A. | |
| Plattform | Berlin, DE | Ja | k. A. | Aufschlag offen | 40+ | Ja |
Häkchen heißt Ja, Kreuz heißt Nein, Halbkreis heißt teilweise. „k. A.“ bedeutet, dass die Quelle dazu keine Angabe macht. Bei „AVV öffentlich“ heißt Nein, dass der Vertrag nicht öffentlich einsehbar ist, etwa weil es ihn nur auf Anfrage gibt. Die Gebühr hat je nach Anbieter eine andere Bezugsgröße (Guthabenkauf, Token oder Abo), die Prozentwerte sind deshalb nicht direkt vergleichbar. Die Zeile OpenRouter dient als Referenz. Stand der Angaben: 1. Oktober 2026.
Warum diese Reihenfolge und nicht nach Preis? Das erkläre ich dir, bevor wir zu den einzelnen Anbietern kommen.
So bin ich vorgegangen
Eine Reihenfolge ist immer eine Meinung. Deshalb bekommst du meine Kriterien gleich mit.
Für diesen Vergleich habe ich die Preisseiten, Datenschutzverträge und Dokumentationen von 18 Anbietern am 1. Oktober 2026 durchgearbeitet. Dazu kamen Impressum und Nutzungsbedingungen, wo es um Firmensitz und Abrechnung ging. Gewichtet habe ich in dieser Reihenfolge:
- Die Verarbeitung in der EU ist voreingestellt, du musst nichts umschalten.
- Der AVV ist öffentlich. Das ist der Vertrag, den du brauchst, wenn ein Dienstleister personenbezogene Daten in deinem Auftrag verarbeitet.
- Die Gebühr, umgerechnet auf deine monatlichen Tokenkosten.
- Die Zahl der Modelle.
- Die Schnittstelle ist mit OpenAI kompatibel, du tauschst also nur Adresse und Schlüssel.
- Du kannst kostenlos einsteigen.
Was ich nicht gemacht habe, sage ich dir genauso offen. Ich habe keinen der 18 Anbieter über Wochen im Alltag laufen lassen und keine Antwortzeiten gemessen. Alles, was du hier liest, sind Angaben der Anbieter und meine Einordnung dazu.
Aus den Kriterien ergibt sich die Reihenfolge. Oben stehen sechs Router mit EU-Verarbeitung, danach vier Gateways zum Selbstbetreiben oder aus der Cloud. Es folgen zwei globale Anbieter, vier europäische Modellanbieter ohne Router sowie Amazon Bedrock und Langdock.
Ob OpenRouter selbst für die DSGVO taugt, klärt ein eigener Abschnitt weiter unten.
Und damit zu dem Anbieter, der beim ersten Kriterium am konsequentesten ist.
1. EUrouter

EUrouter macht genau eine Sache anders als OpenRouter. Es gibt keinen Weg aus Europa hinaus.
EUrouter gehört der EUrouter B.V. aus Amsterdam und verarbeitet jede Anfrage in Europa. Laut AVV passiert das ausschließlich im Europäischen Wirtschaftsraum. Ein Drittland kommt nur mit deiner schriftlichen Erlaubnis infrage.
Für dich heißt das, du musst keinen Schalter suchen.
Als EU-Alternative zu OpenRouter ist das der Weg mit den wenigsten Einstellungen.
Hinter EUrouter stehen 15 Inferenzanbieter in EU-Konfiguration, darunter IONOS, Mistral, Scaleway und OVHcloud. Zwei davon, AWS Bedrock und Microsoft Foundry, haben ihren Hauptsitz in den USA. Die Modellseite listet 142 Modelle.
Prompts und Antworten speichert EUrouter standardmäßig nicht. Metadaten wie Zeitstempel und Token-Zahlen bleiben bis zu zwölf Monate. Den AVV kannst du direkt herunterladen, auch als unterschriebene Fassung.
Die Schnittstelle ist mit OpenAI kompatibel, die Basis-URL lautet https://api.eurouter.ai/api/v1. Über die Routing-Einstellungen filterst du Anbieter zusätzlich nach Firmensitz und Region.
Warum EUrouter bei mir auf Platz 1 steht?
Die EU-Verarbeitung musst du bei EUrouter nicht einschalten, sie ist der einzige Modus. Dazu kommen ein öffentlicher AVV und ein Gratis-Tarif.
Was kostet EUrouter?
Allerdings:
Günstig ist EUrouter nicht. Im Gratis-Tarif schlägt EUrouter 15 % auf deine Tokenkosten auf. Der Plus-Tarif kostet 39 € im Monat, dafür sinkt der Aufschlag auf 9 %. Im Pro-Tarif zahlst du 99 € und 3 %.
Das Guthaben lädst du ohne Gebühr auf, ab 0,10 € kannst du Anfragen schicken. Bezahlen kannst du per Karte, SEPA-Lastschrift oder Überweisung.
Opper und Cortecs sind bei der Gebühr günstiger.
Bei kleinen Mengen kostet dich EUrouter sogar mehr als OpenRouter, bei 100 € Tokenkosten im Monat 15 € statt 5,50 €.
Dazu kommt, dass EUrouter jung ist. Das Team um Gründer David Lo Dico ist klein. Für die Tarife Free, Plus und Pro garantiert EUrouter keine Verfügbarkeit.
Ich würde mit dem Gratis-Tarif anfangen. Erst wenn deine Tokenkosten über 650 € im Monat steigen, rechnet sich Plus.
- Jede Anfrage bleibt laut AVV im Europäischen Wirtschaftsraum, ohne dass du etwas einstellst.
- Der AVV ist öffentlich und als unterschriebene Fassung zum Download da.
- Mit dem Gratis-Tarif für 0 € im Monat und 0,10 € Mindestguthaben fängst du mit sehr kleinem Einsatz an.
- Du bezahlst in Euro, auch per SEPA-Lastschrift oder Überweisung.
2. Cortecs

Sind dir die 15 % von EUrouter zu viel, lohnt der Blick nach Wien.
Dort sitzt die Cortecs GmbH, die ihr Produkt „Europe’s LLM Router“ nennt. Cortecs bietet über 150 Modelle und nimmt laut Preisseite eine pauschale Servicegebühr von 5 %. Abgerechnet wird in Euro, auf Wunsch per Rechnung.
Prompts speichert Cortecs nach eigener Aussage nicht und nutzt sie auch nicht zum Training. Betriebsdaten bleiben bis zu zwölf Monate. Der AVV ist öffentlich, die aktuelle Fassung stammt vom 11. August 2026.
In der Liste der Unterauftragnehmer stehen allerdings auch die EU-Töchter von Microsoft, Google und Amazon. Neben OpenAI-kompatiblen Tools bindest du auch Tools mit Anthropic-Schnittstelle an.
Für mich ist Cortecs die naheliegende Wahl, wenn du Rechnungen in Euro brauchst und weniger zahlen willst als bei EUrouter. Was mich stört, ist ein Widerspruch. Start- und Preisseite sagen Unterschiedliches dazu, worauf die 5 % genau fällig werden.
- Die pauschale Servicegebühr von 5 % liegt knapp unter den 5,5 % von OpenRouter.
- Du bezahlst in Euro, per Karte oder auf Rechnung.
- Cortecs speichert Prompts nicht und trainiert auch nicht damit.
- Der AVV ist öffentlich und aktuell.
3. Opper

Die niedrigste Gebühr unter den EU-Routern kommt nicht aus Wien, sondern aus Schweden.
Opper gehört der schwedischen Opper Technology AB und läuft in der AWS-Region Stockholm. Im Gateway-Tarif zahlst du 3 % beim Kauf von Guthaben. Dafür bekommst du über 700 Modelle von mehr als 50 Anbietern.
Willst du mehr Kontrolle über Ausgabenlimits und Speicherung, steigt die Gebühr im Control-Plane-Tarif auf 5,5 %.
Das ist so viel wie bei OpenRouter Standard.
Opper selbst speichert standardmäßig keine Prompts und Antworten. Beim Modellanbieter dahinter hängt das aber an der jeweiligen Route. Je nach Route speichert er im Gateway-Tarif gar nichts oder behält die Daten.
Der AVV ist öffentlich und gilt laut Opper für jedes Modell. Er sagt aber auch offen, dass nicht jede Verarbeitung im Europäischen Wirtschaftsraum stattfindet.
Zum Einstieg brauchst du keine Kreditkarte. Den API-Schlüssel bekommst du sofort und die Gratis-Modelle laufen im Playground und über die API.
Opper wäre meine Wahl, wenn die Gebühr zählt und du bereit bist, dir je Modell die Speicherregel anzusehen.
Für Kundendaten würde ich nur Routen ohne Speicherung freigeben.
- Mit 3 % beim Guthabenkauf ohne Monatsgebühr hat Opper die niedrigste Gebühr unter den Routern mit EU-Sitz.
- Über 700 Modelle von mehr als 50 Anbietern stehen zur Wahl.
- Du startest ohne Kreditkarte und kannst Gratis-Modelle sofort nutzen.
- Die Schnittstelle ist mit OpenAI kompatibel.
4. Requesty

Opper und Cortecs sitzen in der EU. Requesty nicht, bietet aber einen Endpunkt in Frankfurt.
Hinter Requesty steht die Requesty Ltd aus London. Über router.eu.requesty.ai laufen deine Anfragen über Frankfurt, und das in allen Tarifen.
Entscheidend ist ein Nebensatz in der Datenschutzerklärung. Der EU-Endpunkt regelt nur, wo Requesty selbst Daten verarbeitet. Wo das Modell rechnet, hängt vom gewählten Modell ab.
Auf der Preisseite rechnet Requesty 5 % Aufschlag vor, aus 10 $ werden 10,50 $. Die Doku behauptet dagegen, du zahlst nur die Anbieterpreise.
Ich verlasse mich hier auf die Preisseite.
Dafür ist die Auswahl mit über 600 Modellen groß. Kostenlos bekommst du 200 Anfragen pro Tag an Gratis-Modelle, ohne Kreditkarte. Den AVV schickt dir Requesty auf Anfrage per Mail, unterschrieben meist nach wenigen Werktagen.
Requesty passt zu dir, wenn du die große Auswahl willst und dir ein EU-Endpunkt für die Verarbeitung beim Router reicht.
- Über 600 Modelle laufen über eine OpenAI-kompatible Schnittstelle.
- Der EU-Endpunkt in Frankfurt ist in allen Tarifen enthalten.
- Ohne Kreditkarte bekommst du 200 Anfragen pro Tag an Gratis-Modelle.
5. Eden AI

Bei Requesty bleibt nur die Verarbeitung beim Router in der EU.
Eden AI geht weiter und lässt eine Anfrage lieber scheitern, als Europa zu verlassen.
Eden AI ist eine französische SAS aus Villeurbanne bei Lyon. Am EU-Endpunkt api.eu.edenai.run schreibt Eden AI ausdrücklich „The request will not be routed outside Europe.“
Prompts und Ausgaben speichert Eden AI laut AVV nicht. Am globalen Endpunkt erlaubt derselbe AVV aber Übermittlungen außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums, je nachdem, welche Anbieter du wählst.
Der Preis für die harte Grenze ist eine kleinere Auswahl. Global nennt Eden AI über 500 Modelle, am EU-Endpunkt ist nicht jeder Anbieter verfügbar. Beim Kauf von Guthaben nimmt Eden AI 5,5 % Gebühr, genauso viel wie OpenRouter.
Wenn dir eine feste Grenze wichtiger ist als die größte Auswahl, würde ich mir Eden AI genauer ansehen.
- Am EU-Endpunkt verlässt keine Anfrage Europa.
- Prompts und Ausgaben werden laut AVV nicht gespeichert.
- Der AVV ist öffentlich.
6. LLMrouter.eu

Bis hierhin habe ich dir keinen Router aus Deutschland gezeigt. Der einzige in dieser Liste richtet sich klar an Firmen.
LLMrouter.eu betreibt die MAKONIS GmbH aus München. Neben dem Routing gibt es einen Datenschutz-Filter, Schutz gegen Jailbreaks und Funktionen für den EU AI Act. Den AV-Vertrag findest du als PDF auf der Seite „Verträge“.
Die Schnittstelle ist mit OpenAI kompatibel, die Basis-URL lautet https://proxy.llmrouter.eu/v1. Den Modellkatalog siehst du erst nach dem Login.
Der Gratis-Tarif kostet 0 € im Monat, dafür zahlst du 7,5 % Gebühr beim Aufladen. Die Bezahltarife beginnen bei 450 € im Monat, die Gebühr sinkt dann bis auf 3,5 %. Alle Preise verstehen sich zuzüglich Umsatzsteuer.
Zwei der vier Tarife tragen auf der Seite noch den Vermerk „Einführung im Q2/2026“.
Für Solo-Selbstständige ist LLMrouter.eu eher nichts. Für eine Firma, die Datenschutz-Filter und Funktionen für den AI Act aus einer Hand will, würde ich es mir anschauen.
- Der Betreiber ist eine GmbH aus München.
- Die Schnittstelle ist mit OpenAI kompatibel.
- Den AV-Vertrag lädst du direkt als PDF herunter.
- Datenschutz-Filter und Jailbreak-Schutz sind eingebaut.
7. LiteLLM

Alle bisherigen Anbieter haben eins gemeinsam.
Jemand anderes betreibt den Router. Bei LiteLLM bist du das selbst.
Kurz zur Erklärung:
Ein LLM-Gateway ist eine Zwischenschicht, über die alle Anfragen deiner Tools an die KI-Modelle laufen. Das hilft dir, weil du Modelle dann an einer Stelle tauschst statt in jedem Tool.
LiteLLM ist so ein Gateway als Open-Source-Software. Über eine einheitliche Schnittstelle im OpenAI-Format sprichst du mehr als 100 Modelle an, etwa von OpenAI, Anthropic oder Bedrock. Die Software kostet nichts und steht unter MIT-Lizenz.
Auf GitHub hat das Projekt rund 60.000 Sterne. Einige Enterprise-Funktionen liegen allerdings in einem eigenen Verzeichnis mit anderen Bedingungen.
Einen Router-Anbieter, der an deinen Token mitverdient, gibt es dabei nicht. Die Modellanbieter bezahlst du direkt über deine eigenen Schlüssel. Dafür kümmerst du dich selbst um Server, Updates und Datenbank. Deine Prompts laufen durch dein eigenes System, an die Modellanbieter gehen sie trotzdem.
LiteLLM oder OpenRouter?
Die Antwort hängt vor allem an deiner Zeit.
OpenRouter nimmt dir Abrechnung und Anbieterwahl für über 500 Modelle hinter einem einzigen Konto ab. Bei LiteLLM brauchst du für jeden Modellanbieter ein eigenes Konto und betreibst den Server selbst.
Dafür zahlst du keine Router-Gebühr und entscheidest allein, wohin deine Daten fließen.
Ich würde LiteLLM nur nehmen, wenn du ohnehin einen Server betreibst oder jemanden im Team hast, der das gern übernimmt. Ein Wochenende am Server ist mir für 5,5 % Ersparnis zu teuer, solange die Tokenkosten klein sind.
- Die Software ist Open Source und kostet nichts.
- Über eine Schnittstelle im OpenAI-Format erreichst du mehr als 100 Modelle.
- Zwischen dir und den Modellanbietern rechnet niemand mit.
- Deine Anfragen laufen durch dein eigenes System.
8. Vercel AI Gateway

Keine Router-Gebühr gibt es auch ohne eigenen Server.
Das klingt zu schön, steht aber genau so auf der Preisseite von Vercel.
Dort heißt es „AI Gateway charges no markup and no platform fee on tokens.“ Das gilt laut Vercel auch, wenn du eigene Schlüssel mitbringst. Jeden Monat gibt es ein Gratis-Guthaben, das nicht nach einer Probezeit verfällt.
Hinter dem Gateway steht die Vercel Inc. aus Covina in Kalifornien. Die Inferenz kannst du pro Anfrage auf eine Region festlegen. Wo deine Anfrage beim Gateway ankommt, legt diese Einstellung aber nicht fest.
Regionale Preise setzt der Modellanbieter. Die Doku nennt als Beispiel 10 % Aufpreis für die EU. Soll für das ganze Team nichts gespeichert werden, kostet das im Pro- und Enterprise-Tarif 0,10 $ je 1.000 Anfragen.
Wenn deine App ohnehin bei Vercel läuft, würde ich hier zuerst schauen. Für Kundendaten wäre mir der globale Eingang des Gateways aber zu viel Kleingedrucktes.
- Vercel nimmt keinen Aufschlag auf Token, auch nicht bei eigenen Schlüsseln.
- Jeden Monat bekommst du ein Gratis-Guthaben.
- Die Inferenz legst du pro Anfrage auf eine Region fest.
9. Cloudflare AI Gateway

Cloudflare geht noch einen Schritt weiter. Das Gateway kostet nichts, erst die gemeinsame Abrechnung.
Die Kernfunktionen des Cloudflare AI Gateway sind auf allen Plänen kostenlos. Dazu gehören Caching, Logs und Rate Limiting, also eine Grenze, wie viele Anfragen pro Minute durchgehen.
Die gemeinsame Abrechnung heißt Unified Billing. Dafür nimmt Cloudflare 5 % auf jeden Guthabenkauf, aus 100 $ werden 105 $. Für Neukunden gilt seit dem 24. September 2026 außerdem ein neues Preismodell für Logs.
Cloudflare sehe ich vor allem als Schicht vor Konten, die du schon hast. Wer seine Schlüssel bei den Modellanbietern bereits besitzt, bekommt Caching und Logs, ohne einen Aufschlag auf die Token zu zahlen.
- Die Kernfunktionen sind auf allen Plänen kostenlos.
- Caching, Logs und Rate Limiting bekommst du gleich mit.
- Die gemeinsame Abrechnung ist freiwillig.
10. Portkey

Das dritte Gateway aus den USA hat einen neuen Besitzer. Wer heute Portkey sucht, landet bei einem anderen Namen.
Auf der Startseite heißt Portkey jetzt Prisma AIRS AI Gateway. Palo Alto Networks hat die Übernahme am 29. Mai 2026 abgeschlossen. Seit dem 16. Juli 2026 ist das Gateway auf Portkey-Basis allgemein verfügbar.
Das Gateway ist Open Source unter MIT-Lizenz und verbindet dich mit über 1.600 Modellen. Der Developer-Tarif ist kostenlos und speichert 10.000 Logs im Monat für drei Tage. Production kostet 49 $ im Monat und bringt 100.000 Logs.
Die Portkey, Inc. sitzt in San Francisco.
Ich sehe Portkey vor allem als Werkzeug für Teams, die genau sehen wollen, welche Anfrage was kostet. Wohin sich das Produkt unter Palo Alto entwickelt, kann ich dir nicht sagen.
- Das Gateway ist Open Source unter MIT-Lizenz.
- Über 1.600 Modelle sind angebunden.
- Der Developer-Tarif ist kostenlos.
11. NanoGPT

Zurück zu gehosteten Routern, diesmal mit Blick auf den Preis statt auf Europa.
NanoGPT von der NanoGPT LLC schlägt laut Preisseite nichts auf die Listenpreise auf. Auch eine prozentuale Gebühr beim Einzahlen gibt es nicht.
Zwei Ausnahmen solltest du kennen. Legst du einen bestimmten Anbieter fest, kommen 5 % dazu. Mit eigenem Schlüssel zahlst du 5 % der normalen Modellkosten.
Wer viel nutzt, kann für 12 $ im Monat ein Abo abschließen, das 60 Millionen Eingabetokens pro Woche enthält. Eine Anschrift nennt NanoGPT nicht, die Nutzungsbedingungen verweisen nur auf das Recht von Kalifornien.
Einen AVV habe ich weder in der Datenschutzerklärung noch in den Nutzungsbedingungen gefunden.
Als günstige OpenRouter-Alternative für Hobbyprojekte finde ich NanoGPT interessant. Für Kundendaten würde ich es ohne AVV nicht nehmen.
- Auf die Listenpreise gibt es keinen Aufschlag.
- Beim Einzahlen fällt keine prozentuale Gebühr an.
- Das Pro-Abo für 12 $ enthält 60 Millionen Eingabetokens pro Woche.
12. Together AI

NanoGPT leitet deine Anfragen weiter. Together AI rechnet sie auf eigener Infrastruktur.
Hinter Together AI steht die Together Computer, Inc. aus San Francisco. Im Katalog stehen über 200 offene Modelle. Deinen OpenAI-Client richtest du einfach auf Together aus, ohne deine App umzuschreiben.
Für Übermittlungen aus dem Europäischen Wirtschaftsraum nennt die Datenschutzerklärung Standardvertragsklauseln. Abgerechnet wird in US-Dollar.
Ich würde Together nehmen, wenn du gezielt offene Modelle nutzen willst und dir der Sitz in den USA nichts ausmacht. Welche offenen Modelle es gibt, zeige ich dir im Vergleich der Open-Source-LLMs.
- Über 200 offene Modelle stehen im Katalog.
- Die Schnittstelle ist mit OpenAI kompatibel.
- Die Modelle laufen ohne Router dazwischen.
13. Mistral

Together bringt seine Modelle selbst mit, sitzt aber in den USA.
Die nächsten vier Anbieter machen es genauso, nur aus Europa.
Mistral sitzt in Paris und entwickelt eigene Modelle. Ein Anbieter aus Paris klingt nach EU-Verarbeitung ab Werk. Beim Standard-Endpunkt stimmt das aber nicht.
Mistral schreibt dazu „Mistral does not commit to a specific inference location“. In der EU bleiben deine Anfragen nur über den eigenen Endpunkt api.eu.mistral.ai. Der kostet das 1,1-Fache des Listenpreises, also 10 % mehr.
Daten zu Konto und Abrechnung bleiben auch dann nicht zwingend in der Region. Den AVV gibt es in einer Fassung, die seit dem 27. Juli 2026 gilt.
Wenn du Mistral nutzt, würde ich den EU-Endpunkt gleich einstellen. Die 10 % Aufpreis sind hier der Preis dafür, dass du den Ort kennst.
- Mistral sitzt in Paris und entwickelt eigene Modelle.
- Über den EU-Endpunkt bleiben Anfragen in der EU.
- Der AVV ist öffentlich.
14. IONOS AI Model Hub

Statt 10 % Aufpreis wie bei Mistral zahlst du bei IONOS feste Preise je Million Token.
Den AI Model Hub betreibt die IONOS Cloud GmbH aus Montabaur. Er bietet Open-Source-Modelle aus europäischen Rechenzentren über einen OpenAI-kompatiblen Endpunkt. Eine Grundgebühr oder einen Mindestumsatz gibt es nicht.
Llama 3.3 70B kostet 0,65 € je Million Token, bei Eingabe wie Ausgabe. Für gpt-oss-120b zahlst du 0,15 € für die Eingabe und 0,65 € für die Ausgabe. IONOS ist übrigens auch einer der Anbieter hinter EUrouter.
Für Automatisierungen mit offenen Modellen finde ich IONOS eine gute Wahl, gerade wenn du in Euro abrechnen willst. Für Claude oder GPT-Modelle bist du hier falsch.
- Die IONOS Cloud GmbH sitzt in Deutschland, die Modelle laufen in europäischen Rechenzentren.
- Du zahlst Euro-Preise je Million Token, ohne Grundgebühr.
- Der Endpunkt ist mit OpenAI kompatibel.
15. STACKIT AI Model Serving

IONOS spricht von europäischen Rechenzentren. STACKIT, die Cloud der Schwarz-Gruppe, nennt dir dagegen die Region.
Das AI Model Serving kommt von der Schwarz Digits Cloud GmbH & Co. KG aus Bad Friedrichshall. Die Modelle laufen in der Region „Germany South“.
Im Standard-Tarif kostet eine Million Token 0,15 € für die Eingabe und 0,25 € für die Ausgabe. Die Premium-Modelle liegen bei 1,50 € und 1,75 €. Du kannst STACKIT 30 Tage kostenlos nutzen, die Anmeldung wird allerdings von Hand geprüft.
Die Produktseite spricht nur von passenden Schnittstellen. Prüf deshalb in der Doku, ob dein Tool STACKIT direkt ansprechen kann.
Für mich ist „Germany South“ die kürzeste Antwort in dieser Liste, wenn dein Kunde wissen will, in welchem Land seine Daten liegen.
- Die Modelle laufen in einer deutschen Region.
- Die Preise im Standard-Tarif sind niedrig und stehen in Euro.
- 30 Tage kannst du kostenlos starten.
16. Scaleway Generative APIs

Von Bad Friedrichshall geht es zurück nach Frankreich. Scaleway kennst du vielleicht schon, ohne es zu wissen. Auf der Infrastruktur von Scaleway in Amsterdam läuft EUrouter selbst.
Scaleway sitzt in Paris, die Generative APIs sind mit OpenAI kompatibel. Zum Einstieg schenkt dir Scaleway eine Million Token.
Danach zahlst du Euro-Preise je Modell. Für deepseek-v4-flash-0731 sind es in Paris 0,40 € je Million Eingabetoken und 0,80 € für die Ausgabe.
Für einen ersten Versuch mit europäischer Infrastruktur ist die Million Gratis-Token mein Favorit in dieser Gruppe.
- Scaleway sitzt in Paris.
- Die Schnittstelle ist mit OpenAI kompatibel.
- Eine Million Token gibt es gratis.
- Die Preise stehen in Euro.
17. Amazon Bedrock

Wie Scaleway steckt auch Amazon Bedrock als einer der 15 Anbieter hinter EUrouter.
Du kannst Bedrock aber auch direkt buchen.
Amazon Bedrock hat einen OpenAI-kompatiblen Endpunkt für Chat-Anfragen. Die Region wählst du selbst, auch in der EU. Wie lange Bedrock Daten aufbewahrt, stellst du pro Region ein.
Im Modus „none“ schreibt AWS weder Anfrage noch Antwort in einen dauerhaften Speicher und gibt nichts an den Modellanbieter weiter.
Eine Einschränkung hat der Endpunkt. Die Liste der Modelle lässt sich darüber nicht abrufen. Tools, die verfügbare Modelle automatisch laden, finden dort also nichts.
Ich würde Bedrock nur nehmen, wenn du schon ein AWS-Konto hast. Sonst sind Konto, Rechte und Regionen mehr Arbeit als bei jedem Router hier.
- Die Region wählst du selbst, auch in der EU.
- Im Modus „none“ speichert AWS nichts dauerhaft.
- Der Endpunkt für Chat-Anfragen ist mit OpenAI kompatibel.
18. Langdock

Zum Schluss ein Anbieter für alle, die eigentlich gar keinen Router suchen.
Willst du ein KI-Werkzeug fürs Team und nebenbei eine API, bist du hier richtig.
Langdock kommt von der Langdock GmbH aus Berlin. Die API beschreibt Langdock als „GDPR-compliant, hosted in the EU“, also DSGVO-konform und in der EU gehostet.
Ein Platz kostet 25 € pro Nutzer und Monat zuzüglich Umsatzsteuer. Sieben Tage kannst du ohne Kreditkarte starten und bekommst 5 € Guthaben für Modelle.
Für die API gelten eigene Tokenpreise in Euro. GPT-5.5 kostet 4,80 € je Million Eingabetoken und 28,81 € für die Ausgabe. Ob darin ein Aufschlag steckt, schreibt Langdock nicht.
Ich sehe Langdock deshalb bei Teams, die mehr wollen als eine Schnittstelle. Als reiner Ersatz für einen Router ist Langdock nicht gedacht.
- Die Langdock GmbH sitzt in Berlin, die API läuft in der EU.
- Sieben Tage startest du ohne Kreditkarte mit 5 € Guthaben.
- Die API rechnet in Euro ab.
- Chat und Agenten mit den enthaltenen Modellen rechnet Langdock nicht nach Verbrauch ab.
Was kosten dich die Gebühren in Euro?
Bei Langdock siehst du einen Tokenpreis in Euro, bei den Routern eine Gebühr in Prozent.
Was die Prozente kosten, siehst du erst in Euro. Kaufst du bei OpenRouter für 100 € Guthaben, fallen 5,50 € Gebühr an. Verbrauchst du bei EUrouter im Gratis-Tarif Token für 100 €, sind es 15 €.
Die Kosten bei OpenRouter hängen also am Guthabenkauf, die bei EUrouter an deinem Verbrauch plus Abo. Wie sich das bei mehr Verbrauch verschiebt, zeigt meine Rechnung:
Bei OpenRouter fällt die Gebühr beim Guthabenkauf an, gerechnet ist sie hier auf den Betrag der Tokenkosten.
Bei EUrouter lohnt sich Plus gegenüber dem Gratis-Tarif ab 650 € Tokenkosten im Monat. Pro schlägt Plus ab 1.000 €.
Günstiger als OpenRouter Business wird EUrouter Pro erst ab 1.980 € im Monat. Gegenüber dem Standard-Tarif von OpenRouter sind es sogar 3.960 €.
Bis knapp 2.000 € Tokenkosten im Monat zahlst du bei EUrouter also mehr als bei OpenRouter.
Das ist der Preis dafür, dass die EU der einzige Modus ist.
Eine Ausnahme macht OpenRouter bei eigenen Schlüsseln. Bringst du deine API-Schlüssel der Modellanbieter mit, bleiben 25.000 $ Listenpreis im Monat gebührenfrei, danach werden 5 % fällig.
Deine eigenen Zahlen rechnest du am schnellsten mit meinem kostenlosen API-Kostenrechner durch. Was ein Modell pro Million Token kostet, siehst du im LLM-Preisindex.
Bleibt die Frage, mit der die Suche nach einer Alternative oft erst anfängt, nämlich die nach der DSGVO.
Brauchst du für die DSGVO überhaupt eine Alternative?
Jetzt kommt der Teil, den die großen Anbieterlisten höchstens in einem Satz streifen. OpenRouter kann selbst in der EU bleiben.
Im Business-Tarif leitet OpenRouter deine Anfragen auf Wunsch nur an Anbieter in der EU oder in den USA, mit demselben Schlüssel und demselben Konto. Den Ausschlag gibt die Basis-URL eu.openrouter.ai. Findet sich dort kein passender Anbieter, scheitert die Anfrage, statt die Region zu verlassen.
Allerdings hat die EU-Adresse Grenzen.
Router-Modelle wie openrouter/auto funktionieren dort nicht, eine Websuche ebenso wenig. Und OpenRouter schreibt selbst „Some non-prompt account data stays in US systems“.
Den AVV schließt du bei OpenRouter über die Nutzungsbedingungen ab. Im Business-Tarif bekommst du auf Anfrage eine unterschriebene Fassung. Der Datenschutz bei OpenRouter kostet dich dann 8 % Gebühr statt 5,5 %.
Ist OpenRouter damit DSGVO-konform? Das kann ich dir nicht pauschal beantworten, denn es hängt von deinen Daten und deinem Vertrag ab. Mit dem Business-Tarif kommst du der EU-Verarbeitung der EU-Router aber nahe.
Die EU-Adresse von OpenRouter habe ich selbst noch nicht mit einem Business-Konto genutzt.
Wie du die Regeln für KI im Team festhältst, steht in meinem Artikel zur KI-Richtlinie im Unternehmen.
Was ändert die Übernahme durch Stripe?
Erst einmal nichts, wenn du OpenRouter glaubst.
Stripe hat am 19. August 2026 angekündigt, OpenRouter zu übernehmen. OpenRouter schrieb dazu „same mission, same name, same product, same roadmap“. Den Abschluss erwartete OpenRouter „in the coming weeks“.
Als ich die Seiten für diesen Vergleich durchgegangen bin, war der Abschluss noch nicht gemeldet. Ich würde deshalb nicht in Panik wechseln. Ich würde aber dafür sorgen, dass ein Wechsel jederzeit schnell geht.
Ob du wechselst oder bleibst, mach den nächsten Wechsel billig.
So wechselst du in zehn Minuten
Den Wechsel selbst erledigst du schneller als die Entscheidung.
Die meisten Anbieter in dieser Liste sind mit der Schnittstelle von OpenAI kompatibel. Du tauschst deshalb nur drei Dinge, nämlich die Basis-URL, den API-Schlüssel und den Modellnamen. Die Basis-URL ist die Adresse, an die dein Tool seine Anfragen schickt.
In Python sieht das für EUrouter so aus:
from openai import OpenAI
client = OpenAI(
base_url="https://api.eurouter.ai/api/v1",
api_key="DEIN_EUROUTER_SCHLUESSEL",
)Den Modellnamen übernimmst du aus dem Katalog des neuen Anbieters. Lass OpenRouter dabei parallel laufen, so vergleichst du in Ruhe und kannst jederzeit zurück.
Mein Rat lautet, die Basis-URL in eine Einstellung zu legen und nicht in den Code. Dann bedeutet der nächste Wechsel nur noch einen neuen Wert an einer einzigen Stelle.
In meinem Claude-Code-Coaching zeige ich, wie du über OpenRouter andere Modelle einbindest und den Business-Tarif für EU-Routing nutzt. Offiziell unterstützt Anthropic andere Modelle als Claude in Claude Code allerdings nicht.
Genau diese Austauschbarkeit macht die Entscheidung am Ende so leicht.
Fazit
Vergleiche nie die Prozentzahlen der Anbieter. Rechne in Euro, denn mal fällt die Gebühr beim Guthabenkauf an, mal auf die Token und mal kommt ein Abo dazu.
Willst du EU-Verarbeitung, ohne darüber nachzudenken, nimm EUrouter. Willst du die kleinste Gebühr, schau dir Opper und Cortecs an. Und reicht dir die EU-Adresse von OpenRouter mit 8 %, musst du gar nicht wechseln.
Leg heute bei einer Alternative mit kostenlosem Einstieg einen Zugang an. Tausche in einem einzigen Tool Basis-URL und API-Schlüssel. Dann schick eine erste Anfrage.
Danach weißt du, ob die Alternative mit deinem Tool läuft. Das dauert etwa zehn Minuten und dein OpenRouter-Konto läuft parallel weiter. Bei EUrouter kostet dich der Gratis-Tarif 0 € im Monat bei 0,10 € Mindestguthaben.
Ein Router ist Infrastruktur, kein Bekenntnis.
Wenn der Wechsel zehn Minuten dauert, musst du dich nicht für immer entscheiden.






