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KI-Abo-Vergleich: Die richtige Kombination für 20 $ bis 55 $

KI-Abo-Vergleich für Chat, Coding, Bild, Video und Ton. Vier fertige Kombinationen kosten dich 20 $ bis 55 $, dazu die Limits, die keine Preisseite nennt.

FHFinn Hillebrandt
KI-Tools
KI-Abo-Vergleich: Die richtige Kombination für 20 $ bis 55 $
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Mein KI-Setup kostet mich rund 550 € im Monat.

Darin stecken ChatGPT Pro und Claude Max, dazu Hosting und Datenbanken. Das System dahinter erledigt die Arbeit von 6 bis 7 Vollzeitkräften und läuft auch nachts weiter.

Trotzdem taugt diese Rechnung nicht als Vorbild für dich.

Denn die meisten, die mir schreiben, haben ein anderes Problem. Sie zahlen für drei oder vier Abos, nutzen zwei davon halbwegs und sind sich bei keinem sicher, ob es das wert ist. Am Monatsende steht eine Kreditkartenabrechnung da, die niemand wirklich prüft.

Das Problem ist:

Die meisten Vergleiche hören bei ChatGPT, Claude und Gemini auf. Coding, Bild, Video, Ton und Agenten fehlen komplett.

Dieser KI-Abo-Vergleich zeigt dir die komplette Landschaft, vier fertige Abo-Kombinationen mit Monatssumme und die Stellen, an denen die Limits zuschlagen, bevor du dafür bezahlt hast.

TL;DRDas Wichtigste in Kürze
  • Vier Nutzerprofile mit fertiger Abo-Kombination, von 20 $ bis 55 $ im Monat
  • OpenAI hat Neuanmeldungen zum 200-Dollar-Pro-Tarif seit dem 10. September pausiert
  • Kein Chat-Abo enthält mehr Videogenerierung, seit Sora abgeschaltet wurde
  • Poe und Perplexity haben Kontingente gekürzt, ohne den Preis zu senken
  • Die API lohnt sich erst ab Millionen Tokens im Monat, sonst gewinnt das Abo

1. Die kurze Antwort: Welches KI-Abo du wirklich brauchst

Fangen wir mit der Antwort an, nicht mit der Tabelle.

Wenn du genau ein KI-Abo willst, nimm ChatGPT Plus oder Claude Pro. Beide kosten 20 $ im Monat. Sie decken den Alltag ab, und für Bilder, Code oder Recherche brauchst du erst mal nichts weiter dazu.

Arbeitest du im Marketing und produzierst regelmäßig Social-Content, kommen ein günstiges Bild-Abo und ein Stimmen-Abo dazu. Schreibst du Code, ersetzt Claude Pro bereits ein eigenes Coding-Abo, weil Claude Code darin steckt. Und wenn du Videos produzierst, kommst du um zwei bis drei Spezial-Abos nicht herum, weil kein einziges Chat-Abo dir aktuell brauchbares Video liefert.

Das war die Kurzfassung.

Die Langfassung ist interessanter, weil sie erklärt, warum die Preise ausgerechnet bei 20 $ und bei 200 $ verharren und wo dazwischen nichts passiert. Am besten siehst du das bei den Chat-Abos.

2. Chat-Abos im Vergleich

Am 10. September hat OpenAI die Neuanmeldungen für den teuersten ChatGPT-Tarif pausiert.

Ein Mitarbeiter begründete das laut einem Bericht von Fortune mit einer beispiellosen Nachfrage nach dem Start von GPT-6 Astra. Bestehende Abos laufen unverändert weiter, neue gibt es auf dieser Stufe vorerst nicht.

Das ist mehr als eine Randnotiz. Die teuren Tarife sehen aus wie Flatrates, funktionieren aber als Kontingente, die ein Anbieter zurückziehen kann, wenn ihm die Rechenkapazität ausgeht.

Hier sind die Chat-Abos, die im deutschsprachigen Raum überhaupt eine Rolle spielen.

AnbieterChatGPT
TarifFree
Preis pro Monat0 $
Was drin istGPT-5.6 Luna, stark limitierte Nachrichten
AnbieterChatGPT
TarifPlus
Preis pro Monat20 $
Was drin istGPT-6 Astra und GPT-5.6, Projects, Custom GPTs, Codex-Zugang
AnbieterChatGPT
TarifPro (5x)
Preis pro Monat100 $
Was drin ist5x Nutzung von Plus, maximale Codex-Aufgaben
AnbieterChatGPT
TarifPro (20x)
Preis pro Monat200 $, Neuanmeldungen seit 10.09.2026 pausiert
Was drin ist20x Nutzung von Plus, höchste Kontingente
AnbieterClaude
TarifFree
Preis pro Monat0 $
Was drin istSonnet, Haiku, Standardlimits
AnbieterClaude
TarifPro
Preis pro Monat20 $ (17 $ bei Jahreszahlung)
Was drin istSonnet, Haiku, Opus, Claude Code, mindestens 5x mehr Nutzung als Free
AnbieterClaude
TarifMax 5x
Preis pro Monatab 100 $
Was drin ist5x mehr Nutzung als Pro, Priority Access
AnbieterClaude
TarifMax 20x
Preis pro Monatab 200 $
Was drin ist20x mehr Nutzung als Pro
AnbieterGemini
TarifFree
Preis pro Monat0 €
Was drin istBasis-Gemini, 15 GB Speicher
AnbieterGoogle AI
TarifPro
Preis pro Monatca. 22 €
Was drin istGemini 3.1 Pro, 4x Nutzungslimit, Deep Research, Jules-Coding-Agent, Veo 3.1 Lite
AnbieterGoogle AI
TarifUltra
Preis pro Monat100 € (Einstieg) bzw. 220 € (Top)
Was drin ist5x bzw. 20x Nutzungslimit, volles Veo 3.1, Deep Think auf der Top-Stufe
AnbieterxAI
TarifSuperGrok
Preis pro Monat30 $
Was drin istGrok 4.6, Bild- und Videoerzeugung, erhöhte Rate-Limits
AnbieterPerplexity
TarifPro
Preis pro Monat20 $
Was drin istGPT-5-Klasse- und Claude-Opus-Klasse-Modelle, Deep Research, Comet-Browser-Agent
AnbieterMicrosoft
Tarif365 Premium
Preis pro Monat19,99 $
Was drin istNachfolger von Copilot Pro, Copilot in Office-Apps, 1 TB Speicher

Dir fällt vermutlich sofort auf, dass es praktisch nur zwei Preispunkte gibt.

Als Balkenvergleich wird der Sprung sofort sichtbar:

ChatGPT Plus
20 $/Monat
Claude Pro
20 $/Monat
Perplexity Pro
20 $/Monat
ChatGPT Pro (5x)
100 $/Monat
Claude Max 5x
ab 100 $/Monat
ChatGPT Pro (20x) (Neuanmeldungen pausiert)
200 $/Monat
Quellen: Preisseiten der Anbieter
gradually.ai

Die Einsteigerklasse liegt bei 20 $, und da liegen ChatGPT Plus, Claude Pro und Perplexity Pro fast gleichauf. Darüber kommt lange nichts, dann folgt die Profiklasse zwischen 100 $ und 200 $. Ein sinnvolles Mittelfeld existiert nicht, weil die Anbieter dort schlicht nichts verkaufen.

Google tanzt aus der Reihe, und zwar zu deinem Vorteil. Google AI Pro wird in Euro abgerechnet und kostet rund 22 € im Monat, inklusive Steuern und ohne Wechselkurs-Überraschung. Dafür bekommst du Deep Research, den Coding-Agenten Jules und begrenzten Zugriff auf Veo.

Mistral macht etwas, das sonst niemand macht.

Le Chat Pro kostet 14,99 $ zuzüglich Steuern und bringt auf jeder Stufe ein monatliches API-Guthaben mit, sogar im kostenlosen Tarif. Wer nebenbei kleine Automatisierungen bastelt, spart sich damit ein zweites Konto.

Zwei weitere Abos fallen aus dem Raster, jedes aus einem anderen Grund.

SuperGrok von xAI kostet 30 $ und liegt damit zwischen den Klassen. Dafür sind Bild- und Videoerzeugung enthalten, was in dieser Preisklasse selten geworden ist.

Microsoft verkauft seine KI inzwischen nicht mehr als Copilot Pro, sondern als 365 Premium für 19,99 $. Dafür hängen ein Terabyte Speicher und die Office-Apps mit dran. Wer Word und Excel ohnehin zahlt, rechnet hier also anders als alle anderen.

Noch ein Wort zu den Vielfachen in der Tabelle.

Wenn ein Anbieter mit 5x oder 20x wirbt, meint er immer das Vielfache der Stufe darunter, nicht eine absolute Menge. Wie viele Nachrichten das im Alltag sind, sagt weder OpenAI noch Anthropic. Du kaufst also einen Faktor und keine Zahl, und genau dort kommt jede Vergleichstabelle an ihre Grenze.

Drei Namen, die in jedem Modellvergleich auftauchen, fehlen hier bewusst. DeepSeek, Qwen und Z.ai verkaufen kein klassisches Endkunden-Abo. Der Chat ist bei DeepSeek und Qwen kostenlos, bezahlt wird nur die API beziehungsweise ein reiner Coding-Plan. Auch Meta hat erst Mitte September kostenpflichtige Stufen eingeführt, eine Verfügbarkeit in Deutschland ist bislang nicht bestätigt.

Wer bekommt von mir welche Empfehlung?

Für Texte, Konzepte und alles, was nach Denken aussieht, ist Claude Pro aktuell die stärkste Wahl für 20 $. Willst du die breiteste Werkzeugkiste in einem einzigen Abo, nimm ChatGPT Plus. Bildgenerierung und Codex sind dort schon enthalten. Wie sich die beiden im Alltag unterscheiden, zeige ich im Vergleich zwischen ChatGPT und Claude. Sitzt du ohnehin in Gmail, Docs und Drive, ist Google AI Pro eine sehr gute Wahl, allein schon wegen der Euro-Abrechnung.

Und wenn du gerade gar nichts zahlen willst, ist das auch eine Entscheidung. Die kostenlosen Stufen sind deutlich besser geworden, als die Anbieter zugeben, mehr dazu in meinem Artikel zu ChatGPT kostenlos nutzen.

Teurer und unübersichtlicher wird es bei den Coding-Abos.

3. Coding-Abos im Vergleich

Diese eine Erkenntnis spart dir 20 $ im Monat.

Claude Code steckt bereits im Pro-Abo für 20 $ drin. Du brauchst kein separates Coding-Abo, du brauchst das Chat-Abo, das du vielleicht sowieso schon hast. Das Kontingent teilst du dir zwar mit dem Chat, aber für ein paar Stunden Arbeit am Tag reicht das erstaunlich weit.

Ich arbeite seit Mitte 2025 damit und habe über 800 Stunden im Terminal verbracht. Für den Einstieg braucht es dafür keine teure Stufe.

AnbieterAnthropic
TarifClaude Code über Pro
Preis pro Monat20 $ (17 $ bei Jahreszahlung)
Was drin istClaude Code im Terminal, geteiltes Kontingent mit Chat
AnbieterAnthropic
TarifClaude Code über Max 5x
Preis pro Monat100 $
Was drin ist5x mehr Nutzung als Pro
AnbieterAnthropic
TarifClaude Code über Max 20x
Preis pro Monat200 $
Was drin ist20x mehr Nutzung als Pro
AnbieterCursor
TarifPro
Preis pro Monat20 $
Was drin ist20 $ Modellnutzung zum Listenpreis inkludiert
AnbieterCursor
TarifPro+
Preis pro Monat60 $
Was drin ist70 $ Modellnutzung zum Listenpreis inkludiert
AnbieterCursor
TarifUltra
Preis pro Monat200 $
Was drin istca. 20x die Pro-Nutzungsmenge
AnbieterGitHub
TarifCopilot Pro
Preis pro Monat10 $
Was drin ist15 $ AI Credits, unbegrenzte Code-Vervollständigungen
AnbieterGitHub
TarifCopilot Pro+
Preis pro Monat39 $
Was drin ist70 $ AI Credits, Premium-Modelle inklusive Opus
AnbieterGitHub
TarifCopilot Max (Business)
Preis pro Monat100 $ (Einzelnutzer) bzw. 19 $/Nutzer (Business)
Was drin ist200 $ AI Credits auf der Einzelnutzer-Stufe
AnbieterCognition (Devin)
TarifPro
Preis pro Monat20 $
Was drin istErhöhtes Kontingent, voller Modellzugriff, Cloud Agents
AnbieterCognition (Devin)
TarifMax
Preis pro Monat200 $
Was drin istDeutlich höheres Kontingent als Pro
AnbieterZ.ai
TarifGLM Coding Plan (Lite)
Preis pro Monatrund 10 bis 18 $
Was drin ist2.000 Prompts pro 5 Stunden, 10.000 pro Woche, Modelle der GLM-5.3-Reihe

Zwei Dinge in dieser Tabelle solltest du dir genauer ansehen.

Cursor und GitHub Copilot rechnen anders als Anthropic. Du zahlst dort keinen Zugang, sondern kaufst Modellverbrauch zum Listenpreis ein. Im Abopreis von Cursor Pro stecken 20 $ Modellnutzung zum Listenpreis. Copilot Pro+ legt dir sogar 70 $ Guthaben ins Konto, bei einer Gebühr von 39 $.

Das klingt nach einem Geschenk, ist aber vor allem ein anderes Risiko. Wer viel mit teuren Modellen arbeitet, ist am 20. des Monats fertig. Wer wenig arbeitet, verschenkt Geld.

Anthropic, OpenAI und Z.ai nennen dagegen keine exakten Token- oder Prompt-Kontingente pro Fenster. Ich habe gesucht und nichts gefunden. Die Anbieter halten die Zahlen bewusst offen und behalten sich vor, nachzujustieren.

Die 20-fache Stufe von Claude Max liegt bei rund 200 $. Anthropic selbst schreibt auf der Preisseite an dieser Stelle nur „20x mehr Nutzung als Pro“, die konkrete Zahl bestätigen übereinstimmend Drittquellen.

Die Tarife laufen dort inzwischen unter der Marke Devin und starten ebenfalls bei 20 $, die große Stufe kostet 200 $.

Bei den chinesischen Anbietern wird die Datenlage dünn. Der GLM Coding Plan von Z.ai startet je nach Quelle bei rund 10 bis 18 $ im Monat.

Kimi Code ist in allen chinesischen Mitgliedschaftsstufen enthalten, die offiziell nur in Yuan gelistet sind. Einen separaten internationalen Dollarpreis findest du auf der offiziellen Seite nicht. MiniMax staffelt seinen Coding-Plan grob zwischen 10 und 150 $ nach Anfragevolumen.

Verstehe mich nicht falsch:

Diese Pläne sind oft ein Bruchteil des westlichen Preises und technisch brauchbar. Nur kannst du bei schwankenden Angaben schlecht kalkulieren, und genau darum geht es in diesem Artikel.

Meine Empfehlung fällt entsprechend knapp aus. Starte mit Claude Pro, weil Claude Code darin steckt, und lies in meinem Artikel zu Claude Code in der Praxis nach, was das konkret kostet. Wenn du lieber in einer Oberfläche statt im Terminal arbeitest, kommt Cursor Pro dazu, das sind dann 40 $ zusammen. GitHub Copilot Pro für 10 $ ist der günstigste seriöse Einstieg überhaupt, wenn du nur Code-Vervollständigung willst.

Zwei beliebte Agenten fehlen in der Tabelle, weil sie keinen Hersteller-Tarif haben. Sowohl OpenClaw als auch der Hermes Agent rechnen über deine eigenen Modellzugänge ab, die Kosten entstehen woanders.

Wie sich das bei Hermes Agent konkret zusammensetzt, zeige ich in einem eigenen Artikel.

Bei Bild, Video und Ton gilt eine völlig andere Rechnung. Dort bezahlst du nach Sekunden, Bildern und Minuten.

4. Kreativ-Abos: Bild, Video und Ton

4.1 Bild-Abos

Bevor du hier irgendetwas buchst, prüfe dein Chat-Abo.

ChatGPT Plus enthält Bildgenerierung, und für Blogbilder, Social-Grafiken und schnelle Entwürfe reicht das bei den meisten Leuten vollkommen aus. Ein eigenes Bild-Abo lohnt sich erst, wenn du einen wiedererkennbaren Stil brauchst oder täglich Dutzende Varianten durchprobierst.

AnbieterMidjourney
TarifBasic
Preis pro Monat10 $
Was drin ist3,3 Stunden Fast-GPU-Zeit, kein Relax-Modus
AnbieterMidjourney
TarifStandard
Preis pro Monat30 $
Was drin ist15 Stunden Fast-GPU-Zeit, unbegrenzter Relax-Modus
AnbieterAdobe
TarifFirefly Standard
Preis pro Monat9,99 $
Was drin ist2.000 Credits, unbegrenzte Text-zu-Bild-Generierung mit Firefly-Modellen
AnbieterAdobe
TarifFirefly Pro
Preis pro Monat19,99 $
Was drin ist4.000 Credits, inklusive Adobe Express Premium
AnbieterMagnific (früher Freepik)
TarifPremium
Preis pro Monat16 $ (12 € bei Jahreszahlung)
Was drin ist240.000 Credits im Jahr, rund 130 Bilder im Monat, kommerzielle Lizenz inklusive
AnbieterLeonardo AI
TarifEssential
Preis pro Monat12 $
Was drin ist8.500 Fast-Tokens im Monat, kommerzielle Nutzung ohne Umsatzschwelle
AnbieterKrea AI
TarifBasic
Preis pro Monat9 $
Was drin ist5.000 Compute-Units im Monat
AnbieterIdeogram
TarifBasic
Preis pro Monatetwa 7 bis 10 $
Was drin istca. 400 Priority Credits im Monat

Midjourney ist in dieser Runde weiterhin der Platzhirsch, wenn es um Bildqualität geht. Der Einstiegstarif kostet 10 $ und gibt dir gut drei Stunden schnelle Rechenzeit, danach ist Schluss. Wer länger arbeitet, braucht den Relax-Modus, und der beginnt erst beim 30-Dollar-Tarif. Wie du damit einsteigst, steht in meiner Midjourney-Anleitung.

Und jetzt etwas, das du von mir vielleicht nicht erwartest.

Ich finde Midjourney langweilig. Ich verkaufe einen Kurs dazu, der Kurs ist gut und das Tool ist stark, aber Bildgenerierung reizt mich persönlich deutlich weniger als Textarbeit und Automatisierung. Wenn dich jemand für seinen eigenen Geschmack bezahlen lässt, solltest du misstrauisch werden.

Adobe Firefly nimmst du, wenn deine Bilder rechtlich sauber in Kundenprojekte müssen. Leonardo und Krea kosten weniger. Beide rechnen mit Token- beziehungsweise Compute-Kontingenten. Ideogram Basic liegt aktuell bei rund 7 bis 10 $ im Monat, je nach laufender Aktion.

Ein Name hat sich geändert. Freepik heißt seit Ende April 2026 Magnific, dahinter steckt dieselbe Firma mit derselben Abrechnung, und die alte Adresse leitet inzwischen weiter.

Magnific verkauft sein Guthaben im Jahrespaket, das sind umgerechnet etwa 130 Bilder im Monat inklusive kommerzieller Lizenz.

4.2 Video-Abos

Hier ist die Nachricht, die viele Vergleiche noch nicht mitbekommen haben.

Sora ist eingestellt. OpenAI hat die Abschaltung im März 2026 angekündigt, App und Weboberfläche gingen im April vom Netz, die API läuft nur noch bis Ende September. Damit enthält kein einziges Chat-Abo mehr eine vollwertige Videogenerierung.

Das ändert die Rechnung für alle, die Video brauchen. Du kannst dieses Bedürfnis nicht mehr nebenbei mit deinem Chat-Abo abdecken, du buchst ein zweites Abo oder du lässt es. Eine Übersicht über die aktuell besten Werkzeuge dafür liefert mein Test der KI-Videogeneratoren.

AnbieterRunway
TarifStandard
Preis pro Monat15 $ (12 $ bei Jahreszahlung)
Was drin ist625 Credits, rund 52 Sekunden Video, kommerzielle Nutzung erlaubt
AnbieterRunway
TarifPro
Preis pro Monat35 $ (28 $ bei Jahreszahlung)
Was drin ist2.250 Credits, rund 187 Sekunden Video
AnbieterElevenLabs
TarifStarter
Preis pro Monat6 $
Was drin ist30.000 Credits, rund 30 Minuten Audio, kommerzielle Lizenz ab dieser Stufe
AnbieterElevenLabs
TarifCreator
Preis pro Monat22 $
Was drin ist121.000 Credits, rund 121 Minuten Audio
AnbieterSuno
TarifPro
Preis pro Monat8 $
Was drin ist2.500 Credits, 20 Song-Downloads im Monat
AnbieterLuma
TarifPlus
Preis pro Monat30 $ (25 $ bei Jahreszahlung)
Was drin ist10.000 Credits für Bild, Video und Audio gemeinsam, kommerzielle Nutzung erlaubt
AnbieterKling AI
TarifStandard
Preis pro Monatetwa 7 bis 10 $
Was drin istca. 660 Credits im Monat, erst ab dieser Stufe wasserzeichenfrei und kommerziell nutzbar
AnbieterGoogle AI Pro
Tarifinklusive Veo 3.1 Lite
Preis pro Monatca. 22 €
Was drin istBegrenzter täglicher Zugriff auf Veo 3.1 Lite, kein separates Video-Abo für Gelegenheitsnutzung nötig

Beim Video entscheidet eine andere Zahl über deinen Tarif als der Preis, nämlich die Sekunden.

Runway Standard kostet 15 $ und liefert dafür rund 52 Sekunden Video im Monat. Weniger als eine Minute. Die Pro-Stufe für 35 $ kommt auf gut drei Minuten. Wer regelmäßig Videos veröffentlicht, wird also schnell in eine höhere Stufe rutschen, und das solltest du vorher wissen und nicht am fünften Tag des Monats merken.

Google AI Pro bringt Veo in einer abgespeckten Variante mit, allerdings mit täglichem Limit. Für ein paar Clips im Monat reicht das, für Produktion nicht.

Kling liegt laut mehreren, sich unterscheidenden Quellen bei etwa 7 bis 10 $ für die Einstiegsstufe. Wichtiger als der genaue Betrag ist ohnehin, was der kostenlose Plan nicht darf, dazu gleich mehr im Kapitel über versteckte Kosten.

4.3 Ton und Musik

Die günstigste sinnvolle Ausgabe im ganzen Vergleich liegt bei 6 $.

So viel kostet die Einstiegsstufe von ElevenLabs, und erst ab dort darfst du die erzeugten Stimmen kommerziell nutzen. Für rund 30 Minuten Audio im Monat reicht das, für einen wöchentlichen Podcast nicht. Dann landest du bei der Creator-Stufe für 22 $. Alle Details zu den Stufen stehen in meinem ElevenLabs-Preisvergleich.

Suno Pro kostet 8 $ und erlaubt 20 Song-Downloads im Monat. Für Intros, Hintergrundmusik und Jingles ist das solide, und es ist eines der wenigen Abos in diesem Vergleich, bei dem ich das Kontingent für ausreichend halte.

Die nächste Kategorie ist die jüngste. Und die unübersichtlichste.

5. Agenten- und Produktivitäts-Abos

Jetzt wird es zum ersten Mal unangenehm.

Die Agenten-Kategorie ist die schwächste von allen vieren. Nicht weil die Tools schlecht wären, sondern weil fast alle mit Credits rechnen, die niemand in Arbeitszeit umrechnen kann. Du kaufst 4.000 Credits und weißt nicht, ob das für zwei Aufgaben reicht oder für zweihundert.

AnbieterManus
TarifStandard
Preis pro Monat20 $
Was drin ist4.000 Credits im Monat, Zugriff auf Manus 1.6/1.6 Lite/1.6 Max, 20 gleichzeitige Aufgaben
AnbieterGenspark
TarifPlus
Preis pro Monat24,99 $ (19,99 $ bei Jahreszahlung)
Was drin istab 10.000 Credits im Monat
AnbieterPoe
TarifPremium
Preis pro Monat19,99 $
Was drin ist660.000 Punkte im Monat, seit Juli 2026 gekürzt
AnbieterNotion AI
TarifBusiness
Preis pro Monat20 $ pro Mitglied (24 $ bei Monatszahlung)
Was drin istNotion Agent, KI-Meeting-Notizen, Enterprise Search, nur im Business-Plan verfügbar
AnbieterOtter.ai
TarifPro
Preis pro Monat16,99 $ (8,33 $ bei Jahreszahlung)
Was drin ist1.200 Transkriptionsminuten im Monat
AnbieterLovable
TarifPro
Preis pro Monat25 $
Was drin ist100 Credits im Monat à 0,25 $ pro Credit
AnbieterGranola
TarifBusiness
Preis pro Monat14 $ pro Nutzer
Was drin istUnbegrenzter Notizen-Verlauf, Integrationen zu Notion, Slack und HubSpot
AnbieterBolt.new
TarifPro
Preis pro Monat25 $
Was drin ist10 Millionen Token im Monat, kein Tageslimit, eigene Domains

Manus und Genspark sind die bekanntesten autonomen Agenten mit Endkunden-Abo, beide liegen ungefähr bei 20 $ bis 25 $. Lovable und Bolt zielen auf Leute, die kleine Apps bauen wollen, ohne selbst zu programmieren. Otter und Granola machen Meeting-Notizen, und Granola ist mit 14 $ pro Nutzer der günstigste Weg, das zu automatisieren, mehr Auswahl dazu in meinem Überblick zu KI-Meeting-Assistenten.

Notion AI ist ein Sonderfall. Es gibt die KI-Funktionen seit Mai 2025 nicht mehr als Einzel-Add-on, sondern nur noch im Business-Plan. Wer Notion privat nutzt und die KI dazubuchen will, zahlt also den Sprung auf eine komplette Plan-Stufe.

Und dann ist da Poe.

Mein Rat für diese Kategorie fällt deutlich aus. Für die allermeisten Leser lohnt sich hier kein einziges Abo. Buche eines nur, wenn du eine konkrete, wiederkehrende Aufgabe hast, die es übernimmt, also zum Beispiel Meeting-Protokolle oder Prototypen. Alles andere kannst du mit deinem Chat-Abo erledigen, und zwar ohne Credits zu zählen.

Jetzt kommt die Frage, die in den meisten Vergleichen gar nicht erst vorkommt.

6. Welche Abo-Kombination zu dir passt

Kein Mensch abonniert nur ein Tool aus einer Kategorie.

Genau da hören die meisten Vergleiche aber auf. Sie listen Preise pro Anbieter und lassen dich mit der Frage allein, was die Kombination am Monatsende kostet. Deshalb hier vier typische Fälle, durchgerechnet mit echten Listenpreisen und ohne Wunschdenken.

ProfilGelegenheitsnutzer
Abo-KombinationChatGPT Plus
Rechnung20 $
Monatssumme20 $
ProfilSolo-Selbstständiger im Marketing
Abo-KombinationChatGPT Plus, Midjourney Basic, ElevenLabs Starter
Rechnung20 $ + 10 $ + 6 $
Monatssumme36 $
ProfilEntwickler / technischer Selbstständiger
Abo-KombinationClaude Pro (inklusive Claude Code), Cursor Pro
Rechnung20 $ + 20 $
Monatssumme40 $
ProfilContent- und Video-Produzent
Abo-KombinationRunway Standard, ElevenLabs Creator, Suno Pro, Midjourney Basic
Rechnung15 $ + 22 $ + 8 $ + 10 $
Monatssumme55 $

Die Summen sind niedriger, als du vermutlich erwartet hast.

Als Balkenvergleich sieht das so aus:

Gelegenheitsnutzer
20 $/Monat
Solo-Selbstständiger im Marketing
36 $/Monat
Entwickler / technischer Selbstständiger
40 $/Monat
Content- und Video-Produzent
55 $/Monat
Quelle: Eigene Berechnung
gradually.ai

Der Gelegenheitsnutzer bleibt bei 20 $ und braucht nichts weiter, weil ChatGPT Plus die Bildgenerierung bereits mitbringt. Der Solo-Selbstständige im Marketing landet bei 36 $, weil ein günstiges Bild-Abo und ein Stimmen-Abo dazukommen.

Der Entwickler zahlt 40 $ für Claude Pro und Cursor Pro, also für zwei verschiedene Arbeitsweisen am selben Problem. Nur der Video-Produzent kommt auf 55 $, weil ihm niemand mehr Video in einem Chat-Abo verkauft.

Kein einziges dieser Profile braucht eine 100-Dollar-Stufe.

Die Profi-Tarife lohnen sich erst, wenn du an fünf Tagen die Woche mehrere Stunden in einem Tool arbeitest und regelmäßig gegen Limits läufst. Das merkst du von allein, und zwar sehr deutlich.

Eine Frage stellt sich trotzdem ständig, nämlich sobald es eng wird.

Zweites Abo oder höhere Stufe?

Die Antwort hängt daran, woran du scheiterst. Stößt du an Limits, obwohl das Tool alles kann, was du brauchst, gehst du eine Stufe hoch. Fehlt dir dagegen eine Fähigkeit, also Video, Stimme oder ein zweiter Modellanbieter, buchst du das zweite Abo. Verwechsle das nicht. Sonst zahlst du 100 $ für ein Problem, das mit 15 $ erledigt gewesen wäre.

Zum Einordnen noch eine Zahl von außen, und die kommt ausdrücklich aus den USA, weil für den deutschsprachigen Raum keine vergleichbare Erhebung vorliegt. Der Zahlungsdienstleister Bango hat im Oktober 2025 in seinem Report „The Rise of the AI Subscriber“ rund 2.000 Amerikaner mit mindestens einem bezahlten KI-Abo befragt.

Nach dieser Befragung zahlt der durchschnittliche KI-Abonnent dort rund 66 $ im Monat. Fast ein Viertel gibt sogar mehr als 100 $ aus. Bango verkauft selbst Abo-Bündelung und hat damit ein kommerzielles Interesse an hohen Zahlen, das gehört dazu.

Die Zahl taugt trotzdem als Warnschild. Alle vier Profile aus meiner Tabelle liegen darunter, teils deutlich.

Bevor du jetzt irgendwo auf Kaufen klickst, reden wir noch über die Kosten, die auf keiner Preisseite stehen.

7. Die versteckten Kosten, die nicht auf der Preisseite stehen

Der Preis ist nur die halbe Rechnung. Die andere Hälfte steht im Kleingedruckten, und das liest fast niemand.

7.1 „Unlimited“ heißt nicht unbegrenzt

Perplexity hat im Februar 2026 das Kontingent für Deep Research zusammengestrichen. Statt rund 500 Anfragen pro Tag blieben davon etwa 20 im Monat übrig, ohne Preisänderung und ohne Ankündigung.

Ein zahlender Jahresabonnent dokumentierte öffentlich, dass die Preisseite weiterhin mit unbegrenzter Recherche warb, während sein Kontingent längst gekürzt war. Am Ende leitete er eine Rückbuchung über seine Kreditkarte ein.

Poe hat es ähnlich gemacht, nur stiller.

Und ja:

Beide Anbieter dürfen das, weil sich niemand auf eine Werbeformulierung berufen kann, die keine vertragliche Zusage ist. Genau deshalb steht dieses Kapitel hier.

7.2 Dollar, Wechselkurs und Umsatzsteuer

Fast alle Preise in diesem Artikel sind Dollar-Listenpreise. Anthropic schreibt auf der Preisseite ausdrücklich, dass anfallende Steuern nicht enthalten sind, bei Mistral steht dasselbe. Was am Ende auf deiner Abrechnung landet, hängt vom Wechselkurs deiner Karte am Abrechnungstag ab.

Für Selbstständige in Deutschland kommt eine zweite Ebene dazu.

7.3 Credits, die einfach verfallen

Bei Genspark verfallen ungenutzte Monats-Credits am Ende des Abrechnungszyklus. Beim Coding-Tool Kilo Code trifft das die monatlichen Bonus-Credits, während separat gekauftes Guthaben laut Anbieter bestehen bleibt. Diesen Unterschied übersehen viele, und er entscheidet darüber, ob sich ein Jahres-Vorauskauf lohnt oder nicht.

Meine Faustregel dazu ist simpel. Zahle Credits nie im Voraus für einen Bedarf, den du dir nur vorstellst.

7.4 Kommerzielle Rechte gibt es nicht in jedem Tarif

Hier verstecken sich die teuersten Fehler.

Der kostenlose Plan von Kling ist auf 720p begrenzt, setzt ein sichtbares Wasserzeichen ins Bild und erlaubt ausdrücklich nur private Nutzung. Erst die erste bezahlte Stufe gibt dir wasserzeichenfreie Exporte und kommerzielle Rechte. Bei ElevenLabs beginnt die kommerzielle Lizenz ebenfalls erst mit dem günstigsten bezahlten Tarif.

Runway geht noch einen Schritt weiter. Jede Ausgabe trägt unabhängig vom Tarif ein C2PA-Herkunfts-Wasserzeichen, und außerhalb von Enterprise trainiert Runway seine Modelle standardmäßig mit dem, was du hochlädst.

7.5 Jahreszahlung spart und bindet

Fast jeder Anbieter in diesem Artikel gibt dir Rabatt, wenn du zwölf Monate im Voraus zahlst. Claude Pro fällt damit von 20 $ auf 17 $. Runway Standard rutscht von 15 $ auf 12 $, und bei Otter halbiert sich der Preis sogar.

Klingt nach einer einfachen Rechnung.

Allerdings:

Du schließt damit eine Wette über zwölf Monate ab, in einem Markt, in dem Anbieter Kontingente kürzen und Produkte abschalten. Play.ht wurde Ende 2025 komplett eingestellt, die Konten und geklonten Stimmen wurden ohne Migrationsweg gelöscht. Sora und Windsurf sind ebenfalls innerhalb eines Jahres verschwunden.

Deswegen halte ich es eng.

Jahreszahlung kommt nur für das eine Abo infrage, das du seit mindestens drei Monaten täglich nutzt. Alles andere bleibt monatlich, auch wenn du dabei ein paar Euro liegen lässt.

Und dann gibt es noch den Weg ganz ohne Abo.

8. Wann sich die API statt eines Abos lohnt

Diese Frage bekomme ich ständig, meistens von Leuten, die gerade ihre erste Monatsrechnung gesehen haben.

Die Idee dahinter klingt vernünftig. Statt einer Pauschale zahlst du nur, was du wirklich verbrauchst, und zwar pro Token. Also rechnen wir das einmal durch.

Ich lege dafür eine Nutzung offen, die typisch ist, aber eben eine Annahme bleibt, nämlich 80 % Eingabe- und 20 % Ausgabe-Tokens. Für Sonnet 5 ergibt das einen Mischpreis von 3,60 $ pro Million Tokens.

Damit liegt der Umschlagpunkt für Claude Pro bei rund 5,6 Millionen Tokens im Monat. Wer weniger verbraucht, fährt mit der API günstiger. Wer mehr verbraucht, gewinnt mit dem Abo. Mit meinem API-Kostenrechner rechnest du das für deinen eigenen Verbrauch nach.

Bei der 5-fachen Max-Stufe verschiebt sich die Grenze auf knapp 28 Millionen Tokens. Die 20-fache Stufe rechnet sich ab etwa 56 Millionen. Für GitHub Copilot Pro+ liegt der Umschlagpunkt bei rund 10,8 Millionen.

Klingt nach großen Zahlen? Sind es auch.

Wer täglich mehrere Stunden mit einem Coding-Agenten arbeitet, erreicht solche Mengen ohne große Mühe. Für dich heißt das, dass das Abo fast immer die günstigere Variante bleibt und die Rechnung damit erledigt ist.

Für alle anderen gilt die Umkehrung. Wer zweimal die Woche eine Frage stellt, zahlt über die API vielleicht 2 $ im Monat statt 20 $.

Die API hat allerdings einen Haken, der in keiner Break-even-Rechnung auftaucht. Du bekommst keine App, keine Projekte, keine Weboberfläche und keine Sprachfunktion, sondern eine Schnittstelle. Du brauchst also ein Tool, das darauf aufsetzt, und damit beginnt eine neue Baustelle.

So sieht es bei mir selbst aus.

9. Was ich selbst bezahle

Ich habe zwei KI-Abos, und beide liegen in der teuersten Klasse.

ChatGPT Pro und Claude Max. Dazu kommen Hosting und Datenbanken, und zusammen sind das rund 550 € im Monat. Dafür läuft ein System, das mir die Arbeit von 6 bis 7 Vollzeitkräften abnimmt, Newsletter und Artikel in meiner Stimme vorbereitet, mein Postfach sortiert, die Buchhaltung mitführt und Rankings überwacht.

Bevor du jetzt dieselbe Rechnung aufmachst, ein paar Einschränkungen.

Erstens sind Hosting und Datenbanken in den 550 € enthalten, es sind also keine reinen Abo-Kosten. Zweitens ist dieses System über viele Monate gewachsen, nicht an einem Wochenende. Die ersten 40 bis 50 % der Automatisierung haben bei mir am längsten gedauert.

Und drittens hat sich meine Rolle verschoben. Ich schreibe kaum noch selbst, sondern prüfe, entscheide und gebe frei. Diese Rolle rechtfertigt die teuren Stufen, ein normaler Arbeitstag mit drei ChatGPT-Fragen tut das nicht.

Was ich nicht bezahle, ist mindestens genauso aufschlussreich.

Ich habe kein Video-Abo, weil ich keine Videos produziere. Ich habe kein Agenten-Abo, weil meine Automatisierungen über die Modelle laufen, die ich ohnehin bezahle. Und Midjourney finde ich, wie gesagt, langweilig, trotz eigenem Kurs zum Thema.

Das ist der eigentliche Punkt hinter diesem ganzen Artikel. Meine Kombination passt zu meiner Arbeit und wäre für fast jeden anderen Verschwendung.

Bleibt die Frage, was du jetzt tun solltest.

10. Fazit: So entscheidest du dich

Wenn du nach diesem Artikel genau eine Sache machst, dann diese.

Buche ein einziges Abo für 20 $ und nutze es 30 Tage lang konsequent für alles, was anfällt. Nimm ChatGPT Plus, wenn du eine breite Werkzeugkiste willst. Claude Pro passt, wenn du viel schreibst oder programmierst. Und Google AI Pro nimmst du, wenn dir die Euro-Abrechnung wichtiger ist als die letzten Prozentpunkte Qualität.

Nach 30 Tagen weißt du zwei Dinge, die dir keine Tabelle verraten kann. Du weißt, ob du überhaupt regelmäßig an Limits stößt. Und du weißt, welche Aufgabe dein Abo nicht erledigt.

Genau dafür buchst du dann das zweite Abo. Nicht vorher.

Das klingt langsamer, als es ist. Nach meiner Erfahrung ist es der einzige Weg, der nicht in einem Stapel halb genutzter Abos endet, den du dir seit Monaten nicht mehr anschaust.

Und ja:

Kündigen ist völlig in Ordnung. In der US-Befragung von Bango gab mehr als die Hälfte der Abonnenten an, KI-Abos je nach Bedarf zu beenden und später neu zu starten. Das ist kein Scheitern. Wer kündigt, reagiert vernünftig auf einen Markt, der sich alle paar Monate neu sortiert.

Welches Modell inhaltlich zu deiner Aufgabe passt, ist übrigens eine andere Frage als der Preis, dazu mehr in meinem Vergleich der KI-Modelle.

Und wenn dir die Abo-Frage insgesamt zu kleinteilig war, findest du in meiner Liste der besten KI-Tools nach Anwendungsfall eine andere Perspektive auf dieselbe Landschaft.

Häufig gestellte Fragen

FH

Finn Hillebrandt

KI-Experte & Blogger

Finn Hillebrandt ist der Gründer von Gradually AI, SEO- und KI-Experte. Er hilft Online-Unternehmern, ihre Prozesse und ihr Marketing mit KI zu vereinfachen und zu automatisieren. Finn teilt sein Wissen hier auf dem Blog in 50+ Fachartikeln sowie über den KI Business Club.

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