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Deep Research: Grok vs. ChatGPT vs. Perplexity vs. Gemini

Vergleich der Deep-Research-Modi von Grok, ChatGPT Pro, Perplexity und Gemini: Suchqualität, Quellenangaben, Kosten und Workflows für Rechercheteams.

FHFinn Hillebrandt
KI-Technik
Deep Research: Grok vs. ChatGPT vs. Perplexity vs. Gemini
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Stundenlang Quellen zusammensuchen, Tabs ohne Ende, Copy-Paste-Marathon. Recherche war schon immer einer der nervigsten Teile beim Schreiben.

Genau da kommt Deep Research ins Spiel.

Die Funktion, dass ein KI-Chatbot selbstständig nach vielen passenden Quellen im Internet sucht und diese auswertet, ist einer der ersten wirklich gut funktionierenden Use Cases für autonome KI-Agenten. Und aktuell einer der größten Trends bei KI-Chatbots.

TL;DRDas Wichtigste in Kürze
  • ChatGPT Deep Research liefert belegte Berichte; wie viele Recherchen du bekommst, hängt vom Tarif ab, ChatGPT Pro beginnt bei 100 $ im Monat
  • Perplexity, Gemini, Grok und Claude bieten eigene Recherchemodi; Preise und Nutzungslimits solltest du vor dem Abschluss direkt beim Anbieter prüfen
  • Quellenlinks und Zitate musst du bei jedem Dienst anhand der Originalquellen prüfen

Ich habe die Deep-Research-Funktionen vieler verschiedener Chatbots für dich getestet. Das ist dabei herausgekommen.

1. ChatGPT Plus & Pro

Für meinen ursprünglichen Test habe ich mir damals ChatGPT Pro für 229 € geholt.

Übersicht über alle Features von ChatGPT Pro

Die Deep-Research-Nutzung hängt inzwischen vom Tarif ab. OpenAI zeigt das verbleibende Kontingent direkt im Konto an.

Vor allem hat mich der Deep Research mit o3-pro interessiert, damals OpenAIs bestem Reasoning-Modell.

Und Letzteres ist wirklich gut. Deutlich besser, als ich dachte.

Es eignet sich super, um einen tieferen Überblick über ein Thema zu bekommen, Newsletter oder Blogartikel zu schreiben. Auch für wissenschaftliche Arbeiten eignet es sich super, denn es kann Quellen sehr genau angeben (auch mit der entsprechenden Zitierweise, wenn du danach fragst).

ChatGPT Deep Research für KI-News

Was leider manchmal nicht so gut funktioniert, ist das Nachfassen oder Überarbeiten von generierter Recherche.

Die erste Version meines KI-Newsletters (siehe Ausschnitt oben) war z. B. super. Danach wollte ich einige Änderungen vornehmen und Dinge ergänzen, was nicht so gut geklappt hat.

Nachfrage bei ChatGPT Deep Research

Was mir auch nicht so gut gefällt, ist die Formatierung der Recherche. Während mir Deep Research in manch anderen Tools zu viele „Bullet Points“ enthält, bekommst du bei ChatGPT Deep Research oft eine Textwüste mit sehr langen Absätzen.

Die Recherche ist bei ChatGPT nicht gut formatiert

2. Perplexity Deep Research

Perplexity Deep Research ist mit 20 $ pro Monat viel günstiger als ChatGPT Pro und dafür nicht viel schlechter.

Zwar ist die „erste Recherche“ nicht so ausführlich und genau wie die von ChatGPT Pro (ChatGPT bezieht in der Regel mehr Quellen mit ein).

Dafür ist Perplexity deutlich schneller, gibt besser strukturierten Output und ist genauso gut darin, den Textausschnitten Quellen zuzuweisen.

Perplexity Deep Research

Der große Vorteil von Perplexity ist, dass es besser darin ist, nachzufassen und weiter zu recherchieren als ChatGPT (warum, weiß ich nicht genau, aber ich vermute, es hat was mit dem Context Window zu tun).

Nachfassen gelingt sehr gut bei Perplexity Deep Research

Super hilfreich ist auch, dass Perplexity nach jeder Antwort mögliche weiterführende Fragen anbietet.

Perplexity zeigt unter der Recherche weiterführende und ähnliche Fragen/Suchanfragen an

Was schade ist.

Welches Modell hinter Deep Research arbeitet, entscheidet Perplexity selbst. Laut Preisseite wählt Perplexity pro Anfrage zwischen Modellen von OpenAI, Google, Anthropic und NVIDIA aus.

Dazu kommt seit dem 25. Februar 2026 „Perplexity Computer“. Der Agent verteilt größere Aufgaben auf mehrere Modelle, bei der Vorstellung war Claude Opus 4.6 das zentrale Reasoning-Modell und Gemini für die Recherche zuständig. Wie viel Computer du nutzen kannst, hängt bei Perplexity vom Tarif ab.

3. Grok DeepSearch

Du kannst von Elon Musk halten, was du möchtest. Aber Groks Recherche-Funktion ist wirklich gut.

xAI hat die Funktion am 19. Februar 2025 zusammen mit Grok 3 als „DeepSearch“ eingeführt, als ersten eigenen KI-Agenten.

Die Ergebnisse sind ausführlich, enthalten viele Quell-Links (direkt im Text), sind größtenteils akkurat und, im Gegensatz zu ChatGPTs Deep Research, besser strukturiert.

Grok DeepSearch

Einziger Nachteil.

Grok ist am besten auf Englisch. Auf Deutsch neigt er mehr als andere KI-Modelle/Chatbots zu „Denglisch“.

Beim Abo hat sich etwas geändert. xAI bietet Grok inzwischen auch im Bündel „The X Subscription“ an, zusammen mit X. Welche Grok-Funktionen und Limits eine Stufe enthält, unterscheidet sich je Tarif. Prüfe das vor dem Abschluss auf der Preisseite von xAI.

4. Gemini Deep Research

Die Deep-Research-Funktion von Google Gemini (in meinem Test noch Teil von Gemini Advanced, das Abo heißt heute Google AI Pro) landet bei mir auf dem letzten Platz.

Sie ist an sich nicht schlecht und würde sich wahrscheinlich irgendwo zwischen dem zweiten und dritten Platz einordnen.

Es werden sehr viele Quellen durchsucht und die Rechercheberichte sind sehr gut formatiert und stimmig (was auch kein Wunder ist, denn Google ist in Sachen Suchmaschinentechnologie Spitzenreiter).

Deep Research bei Google AI Pro (Gemini)

Das Problem war in meinem Test leider Folgendes:

Die Funktion lief damals noch nicht rund und war stark fehlerbehaftet. Ich habe 4 Versuche gebraucht, damit Deep Research angesprungen ist. Beim Versuch, der funktioniert hat, habe ich sage und schreibe 5 Prompts gebraucht.

So wurde der allererste Prompt z. B. immer nur wiederholt (ohne dass die Recherche gestartet wurde).

Nervige Fehler bei Gemini Deep Research

Sehr hohes Frustrationspotenzial also. Schade…

Google hat die Funktion seitdem weiterentwickelt. Laut der Produktseite arbeitet Deep Research inzwischen mit Gemini 3, ist in 150 Ländern verfügbar und unterstützt über 45 Sprachen. Ob die Startprobleme von damals behoben sind, solltest du mit einer eigenen Testanfrage prüfen.

Weitere Recherchemodi: Claude Research

Claude war nicht Teil meines Tests. Anthropic bietet mit „Research“ aber einen eigenen Recherchemodus an.

Claude führt dabei mehrere aufeinander aufbauende Suchen durch und kann neben dem Web auch deine verbundenen Tools durchsuchen. Laut Anthropic-Hilfe steht Research in den bezahlten Claude-Tarifen bereit (Pro, Max, Ultra, Team und Enterprise) und setzt eine aktivierte Websuche voraus. Recherchen verbrauchen dein Kontingent schneller als ein normaler Chat.

Deep Research Vergleichstabelle

Die Einschätzungen zu Quellen und Qualität stammen aus meinem ursprünglichen Test. Für ChatGPT zeigt OpenAI das Restkontingent im Konto an.

Abfragen
ChatGPT Plusim Konto prüfen
ChatGPT Proim Konto prüfen
Perplexity Proim Konto prüfen
Grokim Konto prüfen
Google AI Proim Konto prüfen
Quellenanzahl
ChatGPT Plusviele
ChatGPT Prosehr viele
Perplexity Proviele
Grokviele
Google AI Prosehr viele
Zitate
ChatGPT Plusgut
ChatGPT Prosehr gut
Perplexity Prosehr gut
Grokokay
Google AI Prookay
Qualität
ChatGPT Plusgut
ChatGPT Prosehr gut
Perplexity Prosehr gut
Grokmittel
Google AI Promittel

Häufig gestellte Fragen zu Deep Research

Deep Research ist eine Funktion, bei der ein KI-Chatbot selbstständig nach passenden Quellen im Internet sucht und sie auswertet. Das Ergebnis ist ein recherchierter Bericht. Prüfe die Aussagen trotzdem an den verlinkten Originalquellen.

Das lässt sich nicht pauschal entscheiden. ChatGPT Deep Research erstellt Berichte mit Quellenlinks; Perplexity und spezialisierte Literaturdienste können je nach Fragestellung besser passen. Prüfe bei wissenschaftlichen Arbeiten jede Primärquelle und jede bibliografische Angabe selbst. Eine korrekt formatierte Zitierweise garantiert nicht, dass die Quelle die Aussage belegt.

In seiner Vorstellung vom 2. Februar 2025 beschrieb OpenAI ChatGPT Deep Research als mehrstufigen Web-Agenten, der Hunderte Onlinequellen analysiert und zusammenführt. Er konnte das offene Web und hochgeladene Dateien nutzen. Ein OpenAI-Update vom 10. Februar 2026 ergänzte verbundene Apps, die Beschränkung der Websuche auf ausgewählte Websites sowie Live-Fortschritt und Unterbrechungen. Die aktuelle OpenAI-Hilfe beschreibt außerdem, dass du den vorgeschlagenen Rechercheplan vor dem Start prüfen und ändern kannst. Verfügbare Apps und Quellen hängen vom Tarif, der Region, den Workspace-Einstellungen und den Berechtigungen ab.

ChatGPT Pro enthält Deep Research und kostet derzeit 100, 200 oder 500 US-Dollar pro Monat. Das enthaltene Nutzungskontingent unterscheidet sich je Tarif. OpenAI zeigt das verbleibende Deep-Research-Kontingent im ChatGPT-Konto an. Die aktuelle Pro-Übersicht nennt keinen Einzelpreis pro Bericht. ChatGPT und die API werden getrennt abgerechnet; API-Nutzung kann zusätzliche nutzungsabhängige Kosten verursachen. Bei anderen Research-Tools unterscheiden sich Abos, Kontingente und mögliche Zusatzkosten. Prüfe die aktuelle Preisseite des konkreten Anbieters. Für ChatGPT findest du Preise und Limits in der ChatGPT-Preisübersicht, Tarife vieler Anbieter vergleichst du im KI-Abo-Vergleich.

Ob du ein Deep-Research-Tool kommerziell nutzen darfst, hängt von dessen Nutzungsbedingungen und den Datenschutzvorgaben ab. Prüfe diese für deinen konkreten Einsatz. Rechte am Ausgangsmaterial, Zitierpflichten und der Umgang mit vertraulichen Daten bleiben eigene Fragen. Belege fachliche Aussagen mit den Originalquellen statt nur mit der KI-Zusammenfassung.

Behandle Quellenlinks als Fundstellen, nicht als Beleg an sich. Öffne das Original, prüfe Autor, Datum und Kontext und vergleiche die konkrete Aussage mit dem Text. OpenAI beschreibt für ChatGPT Deep Research Quellenlinks zur Überprüfung, nennt in der aktuellen Hilfe aber keine numerische Fehlerquote.

Für Literaturrecherche kommen spezialisierte Dienste wie Scite, Consensus und Litmaps infrage. Sie lösen unterschiedliche Aufgaben, etwa das Prüfen von Zitierungen oder das Erkunden verwandter Arbeiten. Teste sie mit denselben Fragen und kontrolliere die Ergebnisse anhand der Originalpublikationen.
FH

Finn Hillebrandt

KI-Experte & Blogger

Finn Hillebrandt ist der Gründer von Gradually AI, SEO- und KI-Experte. Er hilft Online-Unternehmern, ihre Prozesse und ihr Marketing mit KI zu vereinfachen und zu automatisieren. Finn teilt sein Wissen hier auf dem Blog in 50+ Fachartikeln sowie über den KI Business Club.

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