Zum Hauptinhalt springen

Antigravity CLI Befehle: Die ultimative Liste

Alle Antigravity-CLI-Befehle erklärt: Installation, agy-Flags, Slash-Commands, MCP-Integration und Modellauswahl. Die Referenz für Googles KI-Terminal.

FHFinn Hillebrandt
KI-Programmierung
Antigravity CLI Befehle: Die ultimative Liste
Mit * gekennzeichnete Links sind Affiliate-Links. Kommt über solche Links ein Kauf zustande, bekommen wir eine Provision.

„Kostenlos? Das kann doch nicht so gut sein wie Claude Code...“ Das war mein erster Gedanke, als ich 2025 von der Gemini CLI gehört habe. Google hatte gerade ihr KI-Terminal als Open Source veröffentlicht.

Inzwischen ist diese Geschichte zu Ende. Google hat die Gemini CLI zum 18. Juni 2026 abgeschaltet und durch die Antigravity CLI ersetzt: ein neues Terminal-Tool mit dem Befehl agy, das zur Antigravity-Plattform gehört. Neue Befehle, neue Modelle, neue Limits. Und ja: auch ein paar Kröten, die du schlucken musst.

In diesem Artikel zeige ich dir alle Antigravity CLI Befehle, von der Installation über Slash-Commands bis zur MCP-Integration. Dazu bekommst du den ehrlichen Überblick, was sich gegenüber der Gemini CLI geändert hat und wann sich der Umstieg lohnt.

TL;DRDas Wichtigste in Kürze
  • Die Antigravity CLI (Befehl: agy) ist Googles Nachfolger der am 18. Juni 2026 eingestellten Gemini CLI
  • /plan, /goal, /model und der Shell-Modus mit ! sind die wichtigsten Befehle für den täglichen Workflow
  • Neben Gemini 3.5 Flash und 3.1 Pro stehen auch Claude Sonnet 4.6 und Opus 4.6 als Modelle zur Auswahl
  • Der Free-Tier ist deutlich kleiner als früher: rund 20 Agent-Requests pro Tag statt 1.000 (Stand: Juli 2026)

Von Gemini CLI zu Antigravity CLI: Was ist passiert?

Kurz zur Einordnung, falls du von meinem alten Gemini-CLI-Guide kommst (du bist hier richtig, das ist derselbe Artikel in neuem Gewand):

Google hat auf der I/O 2026 die Antigravity-Plattform in Version 2.0 vorgestellt und dabei angekündigt, das Terminal-Erlebnis komplett dorthin umzuziehen. Einen Monat später, am 18. Juni 2026, war Schluss: Die Gemini CLI und die Gemini-Code-Assist-Erweiterungen beantworten seitdem keine Consumer-Anfragen mehr.

Das Problem ist: Der Wechsel war nicht nur ein neuer Name. Die Gemini CLI war ein Open-Source-Projekt mit über 105.000 GitHub-Sternen. Die Antigravity CLI ist ein closed-source Go-Binary. Und der großzügige Free-Tier von 1.000 Anfragen pro Tag ist auf rund 20 Agent-Requests pro Tag geschrumpft (Stand: Juli 2026). Die Community war entsprechend sauer, und ich kann das verstehen.

Die gute Nachricht:

Technisch ist die Antigravity CLI ein ordentlicher Sprung nach vorn. Subagenten, die parallel arbeiten, Hintergrund-Tasks, Hooks, ein Plan-Modus und freie Modellwahl inklusive Claude-Modellen. Ja, richtig gelesen: In Googles eigenem Terminal-Tool kannst du mit Claude Opus arbeiten.

Antigravity CLI installieren

Die Installation läuft nicht mehr über npm, sondern über ein Install-Script von Google:

# macOS und Linux
curl -fsSL https://antigravity.google/cli/install.sh | bash

# Windows (PowerShell)
irm https://antigravity.google/cli/install.ps1 | iex

# Danach: Installation prüfen
agy --version

Authentifizierung

Beim ersten Start von agy öffnet sich der Browser für den Login. Du hast zwei Optionen: den normalen Google-Account (OAuth) oder ein Google-Cloud-Projekt für Unternehmens-Setups.

Grundbefehle: Der tägliche Workflow

Der Einstieg ist simpel: agy tippen und loslegen. Für Skripte und schnelle Fragen gibt es den non-interaktiven Modus:

# Interaktiver Modus im aktuellen Verzeichnis
agy

# Schnelle Frage ohne Session
agy -p "Erkläre die Architektur dieser Codebasis"

# Mit bestimmtem Modell starten
agy --model "Gemini 3.1 Pro (High)"

# Alle Tool-Aufrufe automatisch genehmigen (Vorsicht!)
agy --dangerously-skip-permissions

Standardmäßig fragt die CLI vor jedem Eingriff nach. Über die Einstellungen steuerst du das feiner mit vier Permission-Modi: request-review (Standard), proceed-in-sandbox, always-proceed und strict.

Alle Slash-Commands im Detail

Hier kommt die komplette Liste der Slash-Befehle, die ich verifizieren konnte. Die spannendsten zuerst: /plan, /goal und /grill-me gab es in der Gemini CLI nicht.

Befehl/help
BeschreibungZeigt das Hilfemenü mit drei Tabs (Allgemein, Befehle, Shortcuts)
Beispiel / Tipp/help
Befehl/model
BeschreibungZeigt verfügbare Modelle und wechselt zwischen ihnen
Beispiel / TippWechsel zwischen Gemini 3.5 Flash und Claude Opus 4.6
Befehl/plan
BeschreibungErstellt einen Implementierungsplan, bevor Code angefasst wird
Beispiel / Tipp/plan Refaktoriere die Login-Seite
Befehl/goal
BeschreibungArbeitet so lange weiter, bis das angegebene Ziel komplett erreicht ist
Beispiel / Tipp/goal Alle Tests laufen grün durch
Befehl/grill-me
BeschreibungInterview-Modus: Die KI löchert dich mit Fragen, bevor sie plant
Beispiel / TippIdeal vor größeren Features
Befehl/btw
BeschreibungZwischenfrage stellen, ohne den laufenden Task zu unterbrechen
Beispiel / Tipp/btw Was macht diese Funktion?
Befehl/diff
BeschreibungZeigt alle Änderungen direkt im Terminal an
Beispiel / TippVor dem Bestätigen von Edits prüfen
Befehl/context
BeschreibungZeigt die aktuelle Kontext-Auslastung
Beispiel / TippRegelmäßig prüfen bei langen Sessions
Befehl/agents
BeschreibungZeigt alle aktiven Agenten an
Beispiel / TippÜberblick bei parallelen Subagenten
Befehl/tasks
BeschreibungÜberwacht Hintergrund-Prozesse
Beispiel / TippZusammen mit Ctrl+b nutzen
Befehl/artifacts
BeschreibungZeigt und verwaltet Pläne und Artefakte
Beispiel / TippImplementierungspläne nachschlagen
Befehl/mcp
BeschreibungZeigt konfigurierte MCP-Server an
Beispiel / Tipp/mcp
Befehl/hooks
BeschreibungZeigt alle geladenen und aktiven Hooks
Beispiel / TippPrüfen, welche Interceptors laufen
Befehl/config
BeschreibungÖffnet das Einstellungs-Overlay (Farbschema, Optionen)
Beispiel / TippAlternativ: /settings
Befehl/keybindings
BeschreibungPasst Tastenkürzel an
Beispiel / TippOder direkt die JSON-Datei bearbeiten
Befehl/quit
BeschreibungBeendet die Antigravity CLI sauber
Beispiel / TippAlternativ: zweimal Ctrl+D

Shell-Modus und Hintergrund-Tasks

Mit dem Ausrufezeichen wechselst du in den Shell-Modus und führst normale Terminal-Befehle aus, ohne die Session zu verlassen:

# In den Shell-Modus wechseln (und mit ! wieder zurück)
! git status

# Laufenden Task in den Hintergrund schicken: Ctrl+b
# Danach den Fortschritt überwachen:
/tasks

# Aktive Agenten anzeigen:
/agents

Die Kombination aus Ctrl+b und /tasks ist einer der größten Fortschritte gegenüber der Gemini CLI: Du kannst einen langen Task weiterlaufen lassen und parallel schon die nächste Aufgabe anstoßen.

Shortcut!
BeschreibungWechselt in den Shell-Modus und zurück
KontextBeispiel: ! git status
ShortcutCtrl+b
BeschreibungSchickt den laufenden Task in den Hintergrund
KontextÜberwachen mit /tasks
ShortcutCtrl+D
BeschreibungBeendet die CLI (zweimal drücken)
KontextAlternativ: /quit

CLI-Flags

Die Antigravity CLI ist bei den Flags spartanischer als ihr Vorgänger. Das sind die wichtigsten dokumentierten Optionen:

Flagagy
BeschreibungStartet den interaktiven Modus im aktuellen Verzeichnis
Beispielagy
Flag-p
BeschreibungNon-interaktiver Modus: eine Aufgabe, eine Antwort, fertig
Beispielagy -p "Erkläre die Architektur dieser Codebasis"
Flag--model
BeschreibungStartet direkt mit einem bestimmten Modell
Beispielagy --model "Gemini 3.1 Pro (High)"
Flag--dangerously-skip-permissions
BeschreibungFührt alle Tool-Aufrufe ohne Rückfrage aus (Vorsicht!)
BeispielNur in Wegwerf-Projekten nutzen
Flag--version
BeschreibungZeigt die installierte Version
Beispielagy --version

Modellauswahl: Gemini, Claude und GPT-OSS

Mit /model wählst du das Modell für deine Aufgabe. Und hier wird es interessant, denn Google beschränkt sich nicht auf die eigenen Modelle:

ModellGemini 3.5 Flash (Low/Medium/High)
AnbieterGoogle
Wofür geeignetSchnelle Alltagsaufgaben, großzügigste Limits im Free-Tier
ModellGemini 3.1 Pro (Low/High)
AnbieterGoogle
Wofür geeignetKomplexe Coding- und Reasoning-Aufgaben
ModellClaude Sonnet 4.6 (Thinking)
AnbieterAnthropic
Wofür geeignetStarkes Allround-Coding mit sichtbarem Denkprozess
ModellClaude Opus 4.6 (Thinking)
AnbieterAnthropic
Wofür geeignetAnspruchsvolle Architektur- und Refactoring-Aufgaben
ModellGPT-OSS 120B (Medium)
AnbieterOpenAI (Open Weights)
Wofür geeignetOpen-Weights-Option für einfachere Aufgaben

MCP-Integration

Model Context Protocol (MCP) funktioniert auch in der Antigravity CLI, die Konfiguration ist gegenüber der Gemini CLI aber umgezogen. Es gibt zwei Ebenen: global für alle Projekte und lokal pro Workspace:

// Global: ~/.gemini/antigravity-cli/mcp_config.json
// Pro Projekt: .agents/mcp_config.json
{
  "mcpServers": {
    "meinServer": {
      "serverURL": "https://mein-mcp-server.example.com"
    }
  }
}

Mit /mcp prüfst du anschließend, ob deine Server verbunden sind. Welche Tools sie bereitstellen, siehst du direkt in der Ausgabe.

Subagenten, Skills und Hooks

Unter der Haube ist die Antigravity CLI ein Multi-Agent-System. Drei Bausteine solltest du kennen:

Subagenten arbeiten asynchron und parallel, ohne deine Haupt-Session zu blockieren. Mit /agents behältst du den Überblick. Skills sind markdownbasierte Blaupausen, mit denen du der CLI wiederkehrende Abläufe beibringst, ein ähnliches Konzept wie bei Claude Code. Und Hooks sind Interceptors, die vor oder nach bestimmten Aktionen automatisch ausgeführt werden; mit /hooks siehst du, welche gerade aktiv sind.

Limits und Preise

Kommen wir zum unangenehmen Teil. Die Antigravity CLI ist während der Public Preview zwar offiziell kostenlos, aber die Kontingente haben es in sich (Stand: Juli 2026):

Der Free-Tier umfasst nur noch rund 20 Agent-Requests pro Tag, bei Gemini Flash mit Auffrischung alle 5 Stunden. Zum Vergleich: Die Gemini CLI bot 1.000 Anfragen pro Tag. Mehr Kontingent gibt es über Google AI Pro (20 $/Monat), AI Ultra (100 $/Monat, etwa 5x Pro-Kontingent) und AI Ultra Max (200 $/Monat, etwa 20x Pro). Wenn das Kontingent aufgebraucht ist, kannst du Credits nachkaufen (0,01 $ pro Credit, im Paket 199 $ für 20.000).

Häufig gestellte Fragen zu Antigravity CLI Befehlen

FH

Finn Hillebrandt

KI-Experte & Blogger

Finn Hillebrandt ist der Gründer von Gradually AI, SEO- und KI-Experte. Er hilft Online-Unternehmern, ihre Prozesse und ihr Marketing mit KI zu vereinfachen und zu automatisieren. Finn teilt sein Wissen hier auf dem Blog in 50+ Fachartikeln sowie über seinen ChatGPT-Kurs und den KI Business Club.

Erfahre mehr über Finn und das Team, folge Finn bei LinkedIn, tritt seiner Facebook-Gruppe zu ChatGPT, OpenAI & KI-Tools bei oder mache es wie 17.500+ andere und abonniere seinen KI-Newsletter mit Tipps, News und Angeboten rund um KI-Tools und Online-Business. Besuche auch seinen anderen Blog, Blogmojo, auf dem es um WordPress, Bloggen und SEO geht.